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Bürgerinitiative will „klare Fakten auf dem Tisch liegen“ haben

Bahntrasse – Skepsis überwiegt

Hessisch Oldendorf (ll). Die Aussagen des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann zum geplanten Ausbau der Güterstrecke Elze–Löhne nähren bei den Bürgerinitiativen die Hoffnung, dass der geplante Ausbau doch nicht kommt. Dennoch bleibt Skepsis. Wenig wahrscheinlich sei der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke, räumte Ferlemann am Montag zwar bei einer Veranstaltung in Hameln ein. Dies geht den Bürgerinitiativen im Weserbergland allerdings nicht weit genug.

veröffentlicht am 27.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

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„Solange wir nichts schwarz auf weiß haben, machen wir weiter – unaufgeregt und mit Sachinformationen“, sagt der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Transit Weserbergland, Diethard Seemann. Am kommenden Dienstag, 30. August, will die BI in der Mensa der neuen Oberschule in Hessisch Oldendorf noch einmal über den geplanten Trassenausbau informieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Dem Grunde nach bewertet Seemann die Position Ferlemanns als „sehr positiv“. „Damit haben wir schon viel erreicht“, so der BI-Vorsitzende. Der Parlamentarische Staatssekretär hatte am Montag gesagt, dass die Überprüfung der Pläne durch das Verkehrsministerium aller Voraussicht nach nicht in einer Ausbauempfehlung münden werde. „Die Südstrecke bleibt euch erspart, die kommt nicht“, äußerte sich Ferlemann bei der Wahlkampfveranstaltung der heimischen Christdemokraten.

„Positiv erscheint uns, dass ein mündliches Versprechen des Parlamentarischen Staatssekretärs vorliegt, die Bahnstrecke Elze–Löhne werde nicht als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 2015 und im Zielnetz 2025 erscheinen“, heißt es in einer Erklärung der BI Transit Weserbergland. Was aber weiterhin auf Kritik stößt: Ferlemann lehne die „zeitnahe Überprüfung der Ausbaustudie“ dennoch ab. Diese werde erst in Zusammenhang mit der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2015 erfolgen.

„Wir hätten uns gewünscht, wenn das Gutachten schnell überprüft worden wäre und nicht erst zur Wegeplanung 2015“, sagt Seemann. Im Hinblick auf eine offenbar langfristige Entscheidung kommen dem BI-Vorsitzenden Zweifel: „Zu einer vollständigen Beruhigung der Menschen hat Ferlemann nicht beigetragen“, meint Seemann. Eine schnelle Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums könne laut Seemann zumindest dem Eindruck entgegenwirken, dass es sich bei Ferlemanns Prognose lediglich um „eine politische Spielart“ handele. „Dann wäre ausgeräumt, dass es nur um eine mögliche Herauszögerung der Entscheidung geht“, sagt der BI-Vorsitzende. „Schade, dass es nicht gelungen ist, einen transparenten Folgeprozess zu vereinbaren.“ Nach wie vor sieht Seemann Informationsbedarf. „Wir hören jetzt nicht auf“, gibt sich Diethard Seemann kämpferisch. „Erst müssen klare Fakten auf dem Tisch liegen.“

Weitere Informationen zum Streckenausbau gibt es auch im Internet unter: www.bi-transit-weserbergland.de

Hoffnungen hat die Bürgerinitiative Transit, dass Güterzüge nicht durch Hessisch Oldendorf rollen. Eindeutige Klarheit bestehe allerdings nicht.

Foto: Wal



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