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Entscheidung für größere Variante / Heute Vorstellung der Pläne in Ortsratssitzung in Hemeringen

Ausschüsse machen Weg frei für Krippenbau

Hessisch Oldendorf (ah). Der Ausschuss für Schule, Familie und Sport hat dem Neubau einer Dreigruppeneinrichtung für Kindergarten und Krippe in Hemeringen, inklusive Bewegungsraum auf der Grundlage des vorgelegten Raumprogramms der größeren Variante mit einer Vollküche zugestimmt. Dies ermöglicht auch den Ganztagsunterricht für die benachbarte Grundschule. Bürgermeister Harald Krüger betonte, dass der Neubau von Kindergarten und Krippe auch den Schulstandort sichere. In den Neubau sollen zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe einziehen. Die städtische Einrichtung soll nach neunmonatiger Bauzeit nach den Sommerferien 2010 eröffnet werden.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 15:21 Uhr

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Bei einer gemeinsamen Sitzung berieten der Ausschuss für Finanzen und der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Feuerschutz ebenfalls über den Neubau. Im Sitzungssaal des Rathauses stellten die Architekten Hans Jäger und Rainer Meßmann die beiden Varianten für den Kindergarten Hemeringen vor. Dabei handelt es sich um einen Massivbau in Modulbauweise mit flachgeneigten Foliendächern, Außenentwässerung „und großen Aluminiumfensterfassaden, damit viel Licht einfallen kann“, wie Rainer Meßmann ausführte. Die drei Gruppenräume haben Glasfassaden nach Osten, sind sieben Meter lang mit einer Sturzhöhe von drei Metern. Daran schließen sich die Sanitärbereiche an. Im großen Innenflur, der durch mehrere Oberlichter Tageslicht erhält, können die Kinder spielen. Bei der kleineren Bauvariante befindet sich entlang dieser zentralen „Spielstraße“ der Garderobenbereich. Der größere optimierte Bau sieht „drei neben den Gruppenräumen liegende, separate Garderobenflure mit eigenen Ausgängen vor, die auch als Schmutzschleuse dienen“, wie Rainer Meßmann erklärte. Die Sanitärräume sind bei dieser Variante jeweils vom Garderobenflur aus zugänglich.

Der Neubau soll 950 000 Euro kosten

Im Westen des Gebäudes soll der Bewegungsraum mit einem Tragwerk aus Holz entstehen. Die Küche kann in der optimierten Variante mit 20 Quadratmetern als Vollküche genutzt werden. Ein Ruheraum ist für eine Ganztagsvariante vorgesehen. Die Modulbauweise ermöglicht im Bedarfsfall den Anbau eines vierten Gruppenraums.

Hans Jäger betonte, dass die große Lösung in Bezug auf die Kosten sehr niedrig angesiedelt sei mit 15 000 Euro pro Kindergartenplatz; 13 000 Euro seien in Niedersachsen förderungsfähig. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 950 000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit liege in den gleichen Bauteilen, wenig Technik und guter Wärmedämmung an den Außenwänden sowie guter Dach- und Bodendämmung. Eine Fußbodenheizung werde als „notwendiger Luxus“ in Gruppenräumen und Spielflur eingebaut, Abstellkammern erhalten keine Heizung.

Sparsam im Energieverbrauch

Ratsherr Kai-Uwe Eggers (SPD) monierte, dass in den Plänen die Ergebnisse und Empfehlungen des Arbeitskreises Regenerative Energien zu wenig berücksichtigt worden seien. „Wir sollten ein Signal setzen und energetisch modern sein“, meinte der Ratsherr. Hans Jäger widersprach dem Fuhlener, denn der Bau sei sparsam im Energieverbrauch, da auf ein Mehr an Technik verzichtet werde. Bürgermeister Harald Krüger hob lobend die geringen Verbrauchskosten hervor. Auch andere Fachausschussmitglieder neben Eggers kommentierten die vorgelegten Pläne: Dieter Claus (SPD) aus Zersen mahnte, dass der Investitionsanteil der Stadt bei über 50 Prozent liege und die Folgekosten entsprechend hoch seien. Werner Buchmeier, CDU-Ratsherr aus Barksen, hingegen erklärte für seine Fraktion: „Dieses Projekt hat uns begeistert.“ Als „Rundum-sorglos-Paket“ bezeichnete Krüger den Entwurf.

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Feuerschutz stimmte der Realisierung des vorgestellten Neubaus auf der Grundlage des optimierten Entwurfs zu. Der Ausschuss für Finanzen empfahl auf der Grundlage des Finanzkonzeptes die Haushaltsmittel für die Gesamtkosten in Höhe von maximal 950 000 Euro – abzüglich der Fördermittel – im Rahmen eines Nachtragshaushaltes bereitzustellen. Nun müssen bis Ende April die Förderanträge von der Stadtverwaltung auf den Weg gebracht werden.

Heute geht es auch um Einzelhandelsstandort

Nach den drei Fachausschüssen befasst sich am heutigen Montagabend der Ortsrat Hemeringen-Lachem mit dem Vorhaben. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr in der Grundschule in Hemeringen. In der Sitzung soll außerdem ein Sachstandsbericht über den Einzelhandelsstandort gegeben werden.



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