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Junge Gemeindemitglieder wollen aktiv mitgestalten / Bessere Vernetzung mit Kirchenkreis geplant

Auslaufmodell Jugendgruppe weicht Teamern

Hessisch Oldendorf (ah). „Es gibt viele ungenutzte Ressourcen in der Jugendarbeit“ – das ist das Ergebnis einer in fast allen Gemeinden des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg durchgeführten Befragung. In Form von narrativen Interviews entwickelte der Jugendausschuss gemeinsam mit dem Vorstand des Jugendkonvents und Kreisjugendwartin Martina Brose eine Bestandsaufnahme der gemeindlichen Jugendarbeiten. Diakonin Carina Sittig sortierte den Datenwust, der im Team ausgewertet und am Mittwoch in der Sitzung des Kirchenkreistages vorgestellt wurde.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 01:41 Uhr

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Herkömmliche Jugendgruppen seien ein Auslaufmodell, Jugendliche würden heute lieber im Teamertreff zusammenkommen und aktiv die Gemeindearbeit mitgestalten, formulierten die Präsentatoren und ergänzten: „Jugendliche wünschen sich Schulungen, und geschulte Teamer sind gewünscht.“

Besonders effektiv zeigen sich regionale Kooperationen wie die Kinderbibeltage in der Region Nord, die weit über 100 Kinder besuchen, oder regionale Planungstage, die gemeinsam erarbeitete Projekte wie die Kanufreizeiten im Wesertal hervorbringen. Insgesamt gibt es jedes Jahr über 600 Konfirmanden im Kirchenkreis. Carina Sittigs Aufgabe wird sein, Vernetzungsarbeit anzuschieben und zu forcieren – von der Gemeinde in die Region und von dort in den Kirchenkreis.

Dass Jugendarbeit nicht nur die Zukunft des Kirchenkreises ist, wie das Fazit der Befragung lautet, sondern in manchen Gemeinden längst die Gegenwart prägt, zeigten die Teamer der Hessisch Oldendorfer Mariengemeinde. Sie gestalteten in Form eines Anspiels die Andacht zur Eröffnung der Kirchenkreistagssitzung und verwöhnten darüber hinaus die weit über 50 Teilnehmer mit einem selbst erstellten Buffet.

Das Thema „Fundraising im Kirchenkreis“ erläuterten Pastor Klaus Haarmann und Diakon Thomas Schlichting. „Verbalerotisch ist das die Lehre von der Freude am Spenden – von Geld, Zeit und Sachgegenständen“, erklärte Schlichting. Damit werde Gemeindeaufbau vorangebracht. Neu ist die sogenannte Bonifizierungsaktion: Bis zu 80 000 Euro stellt der Kirchenkreis jeder Region zur Verfügung, für jeden eingeworbenen Euro einen Euro.

Neu besetzt werden musste der Vorsitz des Kirchenkreistages, den Elisabeth Hesse zweieinhalb Jahre innehatte. Zu ihrem Nachfolger wurde Dr. Michael Behrndt aus Hessisch Oldendorf gewählt. Für Edeltraud Vormfenne rückt Pastor Herbert Schwiegk aus Obernkirchen in den Vorstand nach. Superintendent Andreas Kühne-Glaser, zu dessen Kirchenkreis 50 500 evangelisch-lutherische Christen gehören, betonte abschließend: „Ich schätze Ihre Arbeit und Zeit sehr. Sie werden gebraucht.“

Am 7. April und 3. November 2010 finden die nächsten Sitzungen des Kirchenkreistages statt.

Die Teamer der Kirchengemeinde der Hessisch Oldendorfer Mariengemeinde verwöhnten die Teilnehmer des Kirchenkreises mit einem selbst erstellten Buffet.

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