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120 helfende Hände verwandeln die einstige Getränkequelle in ein evangelisches Gemeindezentrum

Aus „Saftladen“ wird Gotteshaus

Hessisch Oldendorf. Mehr als 3600 Quadratmeter Gips, über 250 000 Schrauben, rund 20 000 Pflastersteine und mehr als sechs Kilometer elektrische Leitungen waren nötig, um aus der ehemaligen Getränkequelle am Steinbrinksweg das Gemeindezentrum der freien evangelischen Gemeinde entstehen zu lassen. Das Gebäude sei treffend gewählt, sagt Bürgermeister Harald Krüger bei der Einweihung. „Glaube“ und „Quelle“ würden sich prächtig ergänzen. „Sie haben eine Hülle mit neuem Leben gefüllt und damit Möglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen, die es in der Form in Hessisch Oldendorf bisher nicht gab“, so der Bürgermeister. „Dieses Gemeindezentrum atmet einen überaus positiven Geist“, ergänzt er.

veröffentlicht am 28.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Auch der stellvertretende Landrat Torsten Schulte lobt den ehrenamtlichen Einsatz der Gemeindemitglieder. „Als ich zum ersten Mal an dem Bauschild vorbeigefahren bin, habe ich mich gefragt: Wie machen die das, aus einem ehemaligen Saftladen ein Gotteshaus zu schaffen?“ Humorvoll betont Torsten Schulte, dass die freie evangelische Gemeinde mit dem Umbau ein kleines Wunder vollbracht habe. Lob gibt es auch von der Muttergemeinde in Bad Eilsen. „Unsere Tochter ist endlich erwachsen geworden“, sagt Frank Kohlmeyer mit Blick auf die lichtdurchfluteten Räume. Und damit das Licht niemals ausgehe, überreicht Kohlmeyer Gemeindevorsteher Wolfgang Köbele ein Windlicht.

„Gemeinsam haben wir auch mit dem Setzen des Schlusssteins eine Leistung vollbracht, die ich in der Form nicht erwartet hätte“, sagt Baumeister Ansgar Hoesting vom Architekturbüro in Welsede. Stellvertretend für die arbeitsreichen zurückliegenden Monate überreicht er einen Holzbogen mit passendem Schlussstein. Halt bekäme der Bogen erst durch die Einfügung des letzten Steines, der Bogen selbst stehe als Synonym für die gemeinsame Arbeit, die einerseits äußerst filigran, andererseits sehr erfolgreich vonstatten ging. Beim Umbau haben mehr als 60 Menschen im Steinbrinksweg ein Stück gemeinsames Abenteuer erlebt und jedes Wochenende innerhalb der letzten sieben Monate hart gearbeitet. Das Bauteam unter der Leitung von Hans Hamfler kümmerte sich um die Planung und den gesamten Ausbau der Räume, für den Feinschliff sorgte das Architekturbüro Steding aus Welsede. „So weit es möglich war, wurden ausgebaute Materialien wieder verwendet“, sagt Wolfgang Köbele, gemeinsam mit Hans Hamfler Gemeindevorsteher. „Die lange Ostseitenwand mit den Lichtplatten wurde durch neue Plattenelemente ersetzt, in die eine moderne Fensterfront und große Türen eingesetzt wurden.“ Da ehrenamtliche Arbeitstage an den zurückliegenden Wochenenden auch hungrig und durstig machen, haben sich innerhalb der Gemeinde Küchenteams gebildet, die die freiwilligen Helfer nach allen Regeln der kulinarischen Kunst versorgten. „Da die Räume in der Langen Straße zu klein waren, sind wir überhaupt in den Steinbrinksweg umgezogen“, erklärt Wolfgang Köbele. „Jeder Mensch braucht eine Heimat, auch eine geistliche“, betont er. Diese Möglichkeit sei mit dem neuen rund 650 Quadratmeter großen Raumangebot vorhanden. Doch nicht nur die Gottesdienstbesucher und Gemeindemitglieder sollen sich im neuen Gemeindezentrum wohlfühlen. Jeder kann in den neuen Räumen Entspannung und Ruhe finden und das bereits bestehende Angebot der Freikirche nutzen. Dazu gehören unter anderem Frauengesprächskreise, sogenannte „Perlenstunden“ für jung gebliebene Ältere, „Teen“-Kreise für die Jüngeren und sporadisch stattfindende Männergesprächstreffs.

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  • Gemeindevorsteher Wolfgang Köbele mit dem Windlicht als symbolischen Glücksbringer fürs neue Quartier.


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