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Aufgeheizte Stimmung in der Ortsratssitzung

Fischbeck (pj). Emotionsgeladen war die Sitzung des Ortsrates am Donnerstagabend als es um einen Antrag der SPD zur Sanierung der Grundschule und der Sporthalle an der Schule ging, den Dirk Adomat kurz vor der Sitzung aus der Tasche gezogen hatte. „Wir haben den Antrag nicht rechtzeitig bekommen, deshalb können wir ihn nicht unterstützen“, betonte Horst Jeske (CDU). Nach einer Sitzungsunterbrechung legten CDU, Grüne und CBL einen eigenen Antrag vor.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 15:13 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:21 Uhr

Schule
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Fischbeck (pj). Emotionsgeladen war die Sitzung des Ortsrates am Donnerstagabend als es um einen Antrag der SPD zur Sanierung der Grundschule und der Sporthalle an der Schule ging, den Dirk Adomat kurz vor der Sitzung aus der Tasche gezogen hatte. „Wir haben den Antrag nicht rechtzeitig bekommen, deshalb können wir ihn nicht unterstützen“, betonte Horst Jeske (CDU). Nach einer Sitzungsunterbrechung legten CDU, Grüne und CBL einen eigenen Antrag vor.
 „Gut abgeschrieben“, kommentierte Dirk Adomat. „Lassen Sie die dumme Anmerkung“, herrschte Ortsbürgermeister Günter Peschke (CDU) den Sozialdemokraten an. Die hierauf von Adomat vom Ortsbürgermeister geforderte Entschuldigung blieb aus. Trotz des Geplänkels, die SPD, deren eigener Antrag abgelehnt wurde, stimmte dem zu, was die Mehrheitsgruppe während der Sitzungsunterbrechung formuliert hatte. Demnach sollen die benötigten finanziellen Mittel nach den Förderrichtlinien bereitgestellt werden, um die Mängelliste abzuarbeiten, die von der Schule vorgelegt wurde. Reicht das Geld nicht, sollen auch die Dorfstrukturmittel, die dem Ortsrat zur Verfügung stehen, für die notwendige Kofinanzierung eingesetzt werden.
 In der Diskussion hatte Adomat zuvor gefordert als Horst Jeske zögerten und den SPD-Antrag nicht behandeln wollten, keine Zeit zu verlieren: „Wir wollen unsere Ortschaft nach vorne bringen und dürfen nicht warten, denn im Stadtrat werden auch andere ihre Vorhaben einbringen“. Und Friedrich-Wilhelm Bredemeier (CDU) kritisierte, dass in der Vergangenheit zu wenig für die Unterhaltung öffentlicher Gebäude getan worden sei, und auch die Schulen vernachlässigt wurden. Er appellierte an die Ortsratsmitglieder: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“ Harald Krüger verwies darauf, dass der Stadtrat in einer Sondersitzung im Mai entscheiden wird, welche Maßnahmen in Angriff genommen werden. Das Stadtoberhaupt betonte, dass er nicht wisse, ob „die Mittel für alle auskömmlich sind“ und fügte deshalb an: „Ich wünsche mir ein politisches Signal aus Fischbeck.“
Schulleiter zeigt
Politikern die Mängel

 Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin, Anja Piel (Grünen), erinnerte auch an Sondertopf für Sportstätten. Bekanntlich ist die Turnhalle an der Schule schon lange sanierungsbedürftig. In ihrem Antrag hatte die SPD-Ortsratsfraktion gefordert, das Geld, das für den Bau einer neuen Sporthalle im Haushalt der Stadt ausgewiesen wird, für die energetische Sanierung der Schulturnhalle zu verwenden, sollte bis zum Jahresende keine Pläne für den Bau einer neuen Sporthalle vorliegen. Im Antrag der Mehrheit wird übrigens auf die Schulturnhalle nicht eingegangen.
 Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger ließ die Ortsratsmitglieder wissen, dass die Stadtverwaltung alle Schulen und Sporthallen im Stadtgebiet untersuchen lässt, um zu ermitteln, wo Energiekosten gespart werden können. Mit dem Landkreis sei auch bereits Kontakt wegen möglicher Fördermittel aufgenommen worden.
 Die Kosten für die Sanierung des Schulgebäudes in Fischbeck dürften sich auf 150 000 bis 180 000 Euro belaufen, hinzu komme die energetische Sanierung führte Krüger aus. Auch wenn der Rat alle Maßnahmen noch absegnen müsse, er sei „guten Mutes, dass in Fischbeck einiges getan werden kann“, sagte Harald Krüger.
 Vor der öffentlichen Ortsratssitzung hatten sich die Politiker von Schulleiter Dr. Michael Nimsch-Faron zeigen lassen, wo der Schuh drückt. In der Fischbecker Grundschule wurden in den letzten Jahren schon etliche Schwachpunkte behoben. So wurden unter anderem asbestbelastete Bauteile sicher ummantelt. Jetzt gilt es vor allem noch einfachverglaste Fenster und Eingangstüren auszutauschen, damit an Energie gespart werden kann. Die beiden Toilettenanlagen sind in einem sehr schlechten Zustand, wovon sich die Politiker überzeugen konnten.



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