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Geocaching in Hessisch Oldendorf

Auf Schatzsuche an der Schillat-Höhle

HESSISCH OLDENDORF. Ein sonniger Nachmittag an der Schillat-Höhle in Hessisch Oldendorf. Ausgerüstet mit GPS- Gerät und Koordinaten geht es auf eine Schatzsuche der etwas anderen Art, dem „Geocachen“. Schon am Treffpunkt bemerkt man: hier treffen sich keine gewöhnlichen Spaziergänger. Auf einem Tisch finden sich diverse Gegenstände, die dem Laien recht unauffällig erscheinen dürften. Darunter findet sich ein „Logbuch“, in dem schon zahlreiche Unterschriften zu finden sind, und ein GPS-Gerät.

veröffentlicht am 29.05.2016 um 21:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

Vanessa Wendel
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Geocachen kann man auch als GPS-Schnitzeljagd bezeichnen. Ein Geocacher kann an einem Ort seiner Wahl ein „Cache“ platzieren, die Koordinaten dieses Verstecks werden im Internet veröffentlicht und schon kann die Suche beginnen. Einer der „Caches“ der Schillat Höhle befindet sich heute in „Lebensgefahr“, wovon sich die ohnehin neugierigen Cacher natürlich nicht abschrecken lassen. Also schnell die entsprechenden Koordinaten in das kleine GPS Gerät eingeben und in dem Display erscheint ein Pfeil, der die richtige Richtung anzeigt. Dann geht es los durch das schöne Gelände in und um die Schillat Höhle herum auf der Suche nach dem Versteck. „Geocachen ist eine tolle Möglichkeit fremdes und vermeintlich bekanntes Gelände zu erkunden“ erzählt Stefanie Wagener, die selbst leidenschaftlich gern „cachen“ geht. „Ich mache das mittlerweile seit 11 Jahren und habe schon viele tolle Orte entdeckt!“ nach einem schönen Spaziergang zeigt das GPS dann endlich an, dass sich das Versteck in unmittelbarer Umgebung befinden muss: „so nah am Ziel, da merkt man dann das Kribbeln im Bauch, schließlich weiß man nie was man entdecken wird.“ Und wieder zeigt sich wer Laie und wer Profi ist: das Versteck ist so unscheinbar, dass man es als Außenstehender nicht wahrnimmt, Stefanie Wagener aber, hat es mit ihrem geschulten Blick auf Anhieb entdeckt. Es handelt sich um eine kleine, wasserdichte Box in der sich eine Filmdose befindet, darin wiederum ist ein Logbuch. In dieses Logbuch trägt man sich nach erfolgreichem Suchen und Finden ein. Frau Wagener und die anderen Teilnehmer können schon von vielen Logbucheinträgen, also erfolgreichen Geocaches berichten. So sei es auf Reisen eine tolle Möglichkeit unbekannte und weniger touristische Orte zu entdecken „Im Urlaub auf Sizilien haben mein Mann und ich durch das Geocaching heiße Quellen entdeckt, dass war ein Traum und ein echter Geheimtip!“ freut sich Frau Wagener.

Denn auch darum geht es beim Geocaching: um das Geheime. „Cache“ kann auch als „geheimes Versteck“ übersetzt werden. Teil dieser „eingeweihten“ Gemeinschaft zu sein macht neben der Verbundenheit zur Natur den großen Reiz für dieses Hobby aus. Eine weitere Besonderheit des Geocachings ist die große Individualität. Jeder Cacher kann egal zu welcher Zeit und egal an welchem Ort der Welt er sich gerade aufhält zu einer Suche aufbrechen. Dabei können die „Caches“ an versteckten Orten wie den heißen Quellen in Sizilien platziert sein, aber auch an historischen Orten, Denkmälern oder der Schillat Höhle in Hessisch Oldendorf. Durch das Cachen steht man also indirekt immer in Kontakt mit Menschen aus der jeweiligen Region und kann sich so auf simple Art und Weise immer wieder überraschen lassen.

Die Schillat Höhle hat das Geocaching zunächst als Event für Kindergeburtstage ins Leben gerufen, was von den Kindern mit Begeisterung angenommen wird. Die Kinder bekommen eine Schatzkarte und ein GPS Gerät, und dann müssen sie Fragen beantworten und sich auf die Suche machen. Mittlerweile fand nun schon das zweite richtige Geocaching Event an der Schillat Höhle statt, und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Event dieser Art gewesen sein. „Geocaching ist toll!“ freut sich ein Teilnehmer mit dem Spitznamen „Hero99“. Er kam nach einem Schlaganfall zum Geocachen und nimmt mittlerweile begeistert an vielen Events wie dem in der Schillat Höhle teil. „Ich saß im Rollstuhl, später ging es mit Krücken zu den einfachen Verstecken, und mittlerweile geht es fast ganz ohne“, erzählt er. Geocachen kann also viel mehr sein als eine reine Schnitzeljagd. Es bringt Spaß in der Natur, man entdeckt abenteuerliche Orte, schafft eine Gemeinschaft und kann dazu motivieren, dasWohlbefinden zu verbessern.

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