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Grüngestaltung des Skulpturenparks

Auch das Pflanzen ist eine Kunst

HESSISCH OLDENDORF. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei – für eine andere Berufsgruppe scheint das aber nicht zu gelten: die Gärtner. Besonders dann nicht, wenn sie unter fachkundiger Leitung von Hessisch Oldendorfs bekannter Künstlerin Gisela Mewes und ihrem Lebensgefährten Werner Braun angeleitet werden.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 14:45 Uhr

Noch ähnelt es Kraut und Rüben – doch hinter der Pflanzaktion steckt ein großer Plan. Foto: boh
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Dabei muss man keineswegs Profi sein, um mit dem richtigen Händchen seinen grünen Daumen zu beweisen. Denn halbe Sache macht das Künstlerpaar nicht, das sich mit dem Skulpturenpark am Bahnhof einen Lebenstraum erfüllt. Die Gestaltung ist mittlerweile in die Endphase eingetreten, denn im Sommer soll das Areal der Öffentlichkeit übergeben werden. „Allerdings fehlt noch die Begrünung, um den Park wirkungsvoll in Szene zu setzen“, erklären beiden. Das weithin sichtbare Atelier in Form eines futuristisch anmutenden Oktogons wirkt, als ob es auf einem angehäuften Hügel liegt. Dem ist aber nicht so, der Park selbst mit künstlich angelegtem See erstreckt sich etwa einen Meter tiefer als das ebenerdige Gebäude. Was notwendig war, denn dadurch wird der Blick aus der Fensterfront des Oktogons auf die mittlerweile zahlreichen Skulpturen, die rund um den See als Blickfang installiert worden sind, nicht verstellt.

Akribisch wie das Künstlerpaar Gebäude und das etwa 4500 Quadratmeter große Areal geplant hat, wird natürlich auch bei der Bepflanzung nichts dem Zufall überlassen. Ohne Vorüberlegungen am Reißbrett geht gar nichts: Das Gelände wird in zahlreiche Segmente aufgeteilt und genau festgelegt, welche Pflanzen und Sträucher an welchem Standort am besten zur Geltung kommen, um nachhaltig den Gesamteindruck des Geländes gestalterisch zu toppen. Und auch hier gilt: Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann.

„Wichtig ist uns, schnellwachsende Pflanzen und Büsche auszuwählen, etwa Sommerflieder, Storchschnabel oder Bodendecker wie den Frauenmantel “, erklärt Gisela Mewes. Eine Bedingung lautet: Es darf nicht zu hoch wuchern. Das würde sonst den Blick auf die Kunstwerke und Skulpturen verstellen. Nach eingehenden Beratungen in diversen Baumschulen ist auf dem Konzeptplan genau festgelegt, wo und vor allem in welchem Abstand gepflanzt wird. Das hätte sich bei der Größe des Geländes schnell in ein langwieriges Projekt entwickeln können, wenn Gisela Mewes und Werner Braun die Arbeit allein in Angriff genommen hätten. Somit lag es nahe, an Freunde und Bekannte Einladungskarten zu verschicken, um Unterstützung bei der Pflanzaktion zu bekommen.

Die um Hilfe gebetenen Adressaten ließen sich nicht lange bitten, sondern leisteten unter der Anleitung der beiden Planer innerhalb kürzester Zeit Großes auf dem Grundstück. Das Künstlerpaar hatte seine fleißigen Helfer mit einer Belohnung nach getaner Arbeit gelockt: ein üppiges Mahl mit wahren Gaumengenüssen.

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