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Arbeit in luftiger Höhe – Dach der Sakristei saniert

Fischbeck (pj). Flecken an der Decke der Sakristei zeigen, das Dach darüber ist undicht. An den Fenstern zur Krypta sind Steine geplatzt, eine Reparatur ist notwendig, will man weitere Schäden vor allem in Innern verhindern. Stiftsamtmann Dieter Brand und die Äbtissin wissen, es muss gehandelt werden. Da es diesmal um mehr geht, als um eine Reparatur werden die Klosterkammer, die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften in Hannover und der Landkreis Hameln-Pyrmont ins Boot geholt. 40 000 Euro kosten die Maßnahme am Dach und am Sockel der Krypta.

veröffentlicht am 24.07.2009 um 14:18 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 07:21 Uhr

Dacharbeiten
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Fischbeck (pj). Flecken an der Decke der Sakristei zeigen, das Dach darüber ist undicht. An den Fenstern zur Krypta sind Steine geplatzt, eine Reparatur ist notwendig, will man weitere Schäden vor allem in Innern verhindern. Stiftsamtmann Dieter Brand und die Äbtissin wissen, es muss gehandelt werden. Da es diesmal um mehr geht, als um eine Reparatur werden die Klosterkammer, die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften in Hannover und der Landkreis Hameln-Pyrmont ins Boot geholt. 40 000 Euro kosten die Maßnahme am Dach und am Sockel der Krypta.
 Die Dachdecker konnten gestern ihre Arbeit am Sakristeidach abschließen. Olaf Stolte und Michael Schierholz haben gut zwei Wochen für die Dachsanierung gebraucht. Zunächst mussten alle Dachsteine vorsichtig heruntergenommen werden. Eine Folie wurde aufgezogen, die Lattung erneuert, ein Dachfenster eingebaut und die Sollingplatten wieder aufs Dach gelegt. In der Dachkehle sorgt eine Kupferrinne für den Abschluss des Regenwassers. Vorgestern und am gestrigen Freitag wurden noch die Wandanschlüsse abgedichtet, dann war die Arbeit für die Dachdeckergesellen der Firma Junker getan.
 Nun geht es weiter mit dem Auftrag an den Steinmetz. Klaus Meier wird in den nächsten Tagen die teilweise weggeplatzten Steine an den Fenstern der Krypta ergänzen.
 Für die Dachdecker ist die Arbeit im Stift nicht beendet. „Über dem Truhengang ist auch das Dach leck“, sagt Äbtissin Uda von der Nahmer. „Sind wir an einer Ecke fertig, fangen wir vorn wieder an“, ist sie sich mit dem Stiftsamtmann einig. „Der Schaden am Dach des Truhengangs ist eine Instandsetzung im Rahmen anfallender Reparaturarbeiten an der Riesendachfläche“, erklärt Stiftsamtmann Dieter Brandt. Da gäbe es immer etwas zu tun. Die Reparatur am Dach über dem Truhengang kann nicht sofort beginnen, denn auch im Innenbereich muss saniert werden. Eindringendes Wasser hat hier bereits einen Schaden verursacht. „Da müssen wir uns jetzt erst mit der Denkmalpflege abstimmen“, erklärt Dieter Brandt.
 Die Denkmalpflege ist auch gefragt, wenn es um Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung geht. Im Moment wird vom Arbeitskreis ein Maßnahmenkatalog zusammengestellt. „Die Dorferneuerung ist eine großartige Chance für das Dorf“, sagt Uda von der Nahmer. Und sie fügt an, dass dabei „Dorf und Stift als Ganzes gesehen werden muss“. Für das historische Stift wird ein Gesamtpaket geschnürt, das in den Maßnahmenkatalog für Fischbeck einfließt, wie Dieter Brandt ausführt. Im Herbst werden die Vorschläge der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften vorgestellt. „Wir haben viele Wünschen und hoffen, dass sie in Erfüllung gehen“, sagt die Äbtissin. Vom Stiftsamtmann war zu erfahren, dass es unter anderem im Rahmen der Dorferneuerung um eine neue Nutzung für die Südscheune geht. Derzeit beherbergt diese noch landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeuge.
 Wenn es um das Erfüllen von Wünschen geht, hilft ganz oft auch der Förderverein Stift Fischbeck. So stellte dieser in den letzten Monaten finanzielle Mittel für die Sanierung der Orgel und der Stiftsmauer sowie für das Besucherleitsystem zur Verfügung. Bekanntlich konnte mithilfe des Fördervereins beziehungsweise durch die großzügige Spende des ehemaligen Vorsitzenden Eike Kerstein der historische Brunnen des Stifts wieder aufgebaut werden. Der Förderverein investierte im Vorjahr 19 809 Euro in Maßnahmen im Stift. Für dieses Jahr sind 21 050 Euro auf der Ausgabenseite verplant, wie Schatzmeister Wilhelm Möhlmann jüngst in der Jahresversammlung ausführte.

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