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SPD und Grüne in der Kernstadt wollen Asylbewerber auch in anderen Ortsteilen unterbringen

Antrag ohne Anlass

Hessisch Oldendorf. SPD und Grüne im Ortsrat Hessisch Oldendorf wehren sich dagegen, dass Asylbewerber nur in der Kernstadt untergebracht werden. Einen entsprechenden Antrag dazu hat die Mehrheitsgruppe formuliert. Er liegt dieser Zeitung vor. Offiziell abgestimmt darüber hat der Ortsrat noch nicht.

veröffentlicht am 23.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:22 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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In dem Antrag heißt es wörtlich: „Die Stadtverwaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont gebeten, auch eine intensive Vorsorge bei der Suche nach Wohnmöglichkeiten für Asylbewerber in den anderen Ortsteilen der Stadt zu treffen.“ Damit solle „eine dezentrale und sozialverträgliche Unterbringung gewährleistet werden“.

Ortsbürgermeister Claus Clavey (SPD) begründete den Antrag damit, dass in der Kernstadt bereits „ein deutlich höherer Bevölkerungsanteil aus den Bereichen Migration, Ausländer und bildungsferne Familien“ lebe. Schon heute gebe es daher einen „erheblichen Bedarf bei der Sprachförderung“. Clavey betonte, dass sich SPD und Grüne nicht dagegen wehrten, grundsätzlich Asylbewerber aufzunehmen. Vielmehr wolle er erreichen, dass auch andere Stadtteile die Menschen aufnähmen. Schließlich rechne er damit, dass die Zahl der Asylbewerber weiter steigen werde.

Die Stadt Hessisch Oldendorf ist verpflichtet, in diesem Jahr insgesamt 37 Flüchtlinge unterzubringen; bislang hat sie 33 aufgenommen. Davon leben sechs Menschen in Fuhlen, sechs in Rumbeck und 21 in der Kernstadt. Um die Asylbewerber aufzunehmen, ist die Stadt darauf angewiesen, dass Wohnungsinhaber ihre Räume freiwillig vermieten. Nach Rathausangaben erklärten sich bislang aber kaum Wohnungsinhaber aus anderen Stadtteilen bereit, an Asylbewerber zu vermieten. Der Verwaltung seien daher die Hände gebunden, zumal sie von der Ankündigung, dass sie neue Asylbewerber aufnehmen muss, bis zu deren Ankunft nur sieben Tage Zeit hat, um komplett eingerichtete Wohnungen zu finden. Um dieses Problem zu entschärfen, schlug Clavey bereits vor, dass der Landkreis künftig als Mieter auftritt. Eine Antwort dazu steht noch aus. Das Rathaus kündigte bereits an, ein Netzwerk für die Hilfe von Flüchtlingen knüpfen zu wollen.



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