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Änderung zum Fahrplanwechsel Anfang August / Heftige Diskussion im Fachausschuss: „Einwohner gleich behandeln“

Angebot für AS-Taxi soll drastisch eingeschränkt werden

Hessisch Oldendorf (boh). Nach dem Willen der Verwaltung soll das Angebot an Anruf-Sammeltaxis (AST) im kompletten Stadtgebiet mit dem Fahrplanwechsel Anfang August drastisch eingeschränkt werden, führte Hartmut Büttner, Leiter des Fachbereiches III, bei der öffentlichen Planungsausschusssitzung im Rathaus aus. „Die Politik ist gefordert, das bestehende Angebot zu überdenken“, betonte er und sorgte bei den Kommunalpolitikern für Unmut und heftige Diskussionen.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:41 Uhr

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Beförderungen von der Kernstadt in einen der Stadtteile und umgekehrt zählen weiterhin als Einzelfahrt. Wird allerdings von einem Stadtteil aus nicht nur die Kernstadt, sondern als Zielort ein weiterer Stadtteil angefahren, soll nach Willen der Verwaltung künftig der doppelte Fahrpreis entrichtet werden. „Steht in angemessener Zeit allerdings ein Linienbus zur Verfügung, wird der AST-Verkehr ganz ausgesetzt“, erklärte Büttner. Notwendig sei diese Neuregelung durch rückläufiges Nutzeraufkommen bei kontinuierlich steigenden Energiekosten.

Im laufenden Haushaltsjahr stehen an Finanzmitteln nur insgesamt 14 000 Euro zur Verfügung. Viel zu wenig, um das derzeitige Angebot aufrecht zu erhalten, betont der Fachbereichsleiter. Durch die Nutzer sei lediglich eine Kostendeckung von zwanzig Prozent gewährleistet, den Löwenanteil trage weiterhin die Kommune.

Vorschlag geht zulasten der Alten und Jungen

„Wir bieten eine vorbildliche Serviceleistung, aber die Kosten dürfen nicht außer Kontrolle geraten, deswegen sollte dieser Beschlussvorschlag auf den Weg gebracht werden“, unterstützte Bürgermeister Harald Krüger den Fachbereichsleiter. Dem stellten sich die Mitglieder des Planungsausschusses vehement entgegen.

„Eine Beeinträchtigung dieser Leistung geht zulasten der jungen Einwohner und der Senioren. Außerdem müssen alle Einwohner gleich behandelt werden. Es kann nicht sein, dass der komplette AST-Verkehr nur über die Kernstadt erfolgen soll“, kritisierte Hans Joachim Grothe (CDU). Unterstützung erhielt der Ratsherr von Grünen-Politiker Günter Kuhnert. „Dieses Konzept gehört dringend überarbeitet“, forderte er. Rückendeckung gab es dabei nicht nur durch den Ausschussvorsitzenden Jost Beckmann, der diesen Service auf jeden Fall erhalten sehen will. Auch aus den Reihen der Zuhörer wurde Unmut deutlich: Ein Anwohner des Maibergrings lobte das AST-Angebot im Stadtgebiet, was ihn zum Umzug in die Kernstadt veranlasst habe. „Viele Einwohner sind auf das bestehende Angebot angewiesen, weil sie nicht mobil sind“, brachte er es auf den Punkt. Die Mitglieder des Planungsausschusses votierten abschließend gegen die Beschlussvorlage. Trotzdem kündigte die Verwaltung an, noch vor dem Fahrplanwechsel eine überarbeitete Version zu präsentieren, über die in einer zeitnahen Sitzung beraten werden soll.

Bernd Gomolla organisiert den AST-Verkehr – die Nachfrage ist aber rückläufig.

Foto: boh



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