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An Rumbecks alter Schule wird fleißig gebaut

Rumbeck (pj). Im Mai haben Mitglieder des Männerturnvereins begonnen, den Anbau zwischen der Turnhalle und dem früheren Schulhaus hochzuziehen. Am Sonnabend waren der Vorsitzende Jost Backmann, sein Sohn Bastian und Werner Seifert dabei, das Dach dichtzumachen. „Ich hoffe, dass wir im Trockenen die Holzplatten darauf bekommen, damit wir die Folie aufziehen können“, sagte Jost Beckmann mit bangem Blick nach oben. Unten im Neubau steht noch das Wasser vom letzten starken Regenschauer. Doch die drei Arbeiter sind guten Mutes, dass sie heute noch einiges bewegen können.

veröffentlicht am 27.07.2009 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 06:41 Uhr

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Rumbeck (pj). Im Mai haben Mitglieder des Männerturnvereins begonnen, den Anbau zwischen der Turnhalle und dem früheren Schulhaus hochzuziehen. Am Sonnabend waren der Vorsitzende Jost Backmann, sein Sohn Bastian und Werner Seifert dabei, das Dach dichtzumachen. „Ich hoffe, dass wir im Trockenen die Holzplatten darauf bekommen, damit wir die Folie aufziehen können“, sagte Jost Beckmann mit bangem Blick nach oben. Unten im Neubau steht noch das Wasser vom letzten starken Regenschauer. Doch die drei Arbeiter sind guten Mutes, dass sie heute noch einiges bewegen können.
 Die Pläne für den Anbau sind nicht mehr neu. Bereits vor einigen Jahren waren sie entstanden, doch dann aufgeschoben, da sich die Platznot für die Nutzer der alten Schule und der Turnhalle entzerrt hatte. Jetzt änderte sich dies, da die Stadt den Kindergarten erweitern muss, um auch Mädchen und Jungen unter drei Jahren unterbringen zu können. Der Sportverein verzichtete auf Räume im Schulhaus, und fleißige Mitglieder um den Vorsitzenden machten sich daran, den Neubau hochzuziehen. „Hier entstehen Toiletten, Umkleideräume und Duschen für die Herren, außerdem schaffen wir uns einen Abstellraum und stufenfreie Behindertentoiletten“, erklärt Jost Beckmann. Der Ortsbürgermeister des Sonnentals verweist darauf, dass in der Turnhalle viele Veranstaltungen stattfinden, an denen dann auch wieder ältere, gehbehinderte Menschen teilnehmen können, da sie jetzt problemlos zu den Toiletten gelangen.
 „Ich bin froh über das große Engagement des Turnvereins, dass sich Mitglieder so reinknien, hat den Umbau des Kindergartens erst ermöglicht“, lobt Bürgermeister Harald Krüger. In den Räumen, die für die Kinder unter drei Jahren hergerichtet werden, waren am Sonnabend die Maler der Firma Sieker tätig. Die Zeit drängt, denn in der nächsten Woche sind die Ferien beendet und die 16 Mädchen und Jungen, die den Kindergarten besuchen, kommen wieder täglich in die städtische Einrichtung. Bis vor kurzem waren es noch 25 Kinder. „Der Kindergarten wird umfunktioniert, und in der künftigen Familiengruppe dürfen deshalb nur noch 16 Kinder über drei Jahren und vier Kinder bis zu drei Jahren aufgenommen werden“, erklärt Fachbereichsleiter Klaus-Dieter Leupold.
 Um die Familiengruppe einrichten zu können, wurden die beiden Räume benötigt, die der MTV geräumt hat. Mitglieder des Turnvereins bauten die Toiletten aus, schlugen die Fliesen raus und entkernten, wo notwendig, damit die Handwerker mit ihren Arbeiten beginnen konnten. Ein Ruhe- und ein Gruppenraum entstanden für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren. Und die Außenanlagen des Kindergartens wurden neu gestaltet, damit die Kleinsten auch dort spielen können.
Zuschüsse helfen
Stadt und MTV

 Der Umbau des Kindergartens und die Anschaffungen, die mit 32 000 Euro veranschlagt sind, werden für die Stadt Hessisch Oldendorf recht preisgünstig. Durch das RIK-Programm (Richtlinie Investitionen Kinderbetreuung) des Landes Niedersachsen werden 26 000 Euro bereitgestellt. 4100 Euro kommen vom Landkreis Hameln-Pyrmont, so bleiben für die Stadt noch rund 2000 Euro.
 Auch der Männerturnverein erhält für seinen Anbau finanzielle Unterstützung. Die Investition wird mit insgesamt rund 40 000 Euro beziffert. Der Kreissportbund gibt 12 000 Euro dazu, aus dem Stadtsäckel fließen 20 000 Euro und 12 000 Euro steuert der MTV Rumbeck bei. Jost Beckmann, der die Bauleitung übernommen hat, geht davon aus, dass die Arbeiten bis Ende September abgeschlossen werden können.

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