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Alte Fabrik – von Ziegeln über Zucker zur Zündkerze

Hessisch Oldendorf (ah). „Dass ich das noch einmal erleben darf“, sagt Herbert Quante bewegt. Zum ersten Mal seit knapp 50 Jahren ist der 81-Jährige wieder in der alten Hessisch Oldendorfer Zuckerfabrik.

veröffentlicht am 18.08.2011 um 09:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:21 Uhr

Fabrik
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Dort war er bis zur Schließung 1963 zwölf Jahre als Stammarbeiter tätig. Seinem Enkel Florian Göing zeigt er, wo sich sein Arbeitsplatz befunden hat: an einem nicht mehr vorhandenen Schaltschrank auf einer der oberen Etagen.

„Umgeben von dröhnenden Maschinen und in Behälter bollernden Zuckerrüben, haben wir in drei Schichten gearbeitet und dafür gesorgt, dass alles in Bewegung blieb“, berichtet der Heßlinger. Manche Nacht habe er an seinem Arbeitsplatz zugebracht. Er erzählt vom Auslaugeturm, der 1957 gebaut, 1958 in Betrieb genommen wurde, zeigt, wo die Rübenschnitzel gebrüht wurden. Der zehnjährige Florian ist ein wenig enttäuscht, gar keine Gerätschaften aus der damaligen Zeit mehr vorzufinden. „Aber schön, dass die Fabrik erhalten geblieben ist“, meint er. Seine Mutter schaut sich aufmerksam in dem Gebäude um, in dem die Bullifreunde, die Interessengemeinschaft T2, bereits etliche Arbeitsstunden zugebracht haben. „Ich finde es faszinierend und kann mir hier einen Hotelbetrieb mit Gastronomie in Verbindung mit dem Bullimuseum gut vorstellen“, sagt sie und ergänzt: „Wenn das mal eröffnet wird, komme ich mit meinem Vater und meinem Sohn wieder.“

Möglich wird die Begehung der Zuckerfabrik durch die Initiative von Gabriele Lingen. Sie lädt im Rahmen des Landsommers unter dem Titel „Ziegel, Zucker, Zündkerze“ zur Führung rund um das Fabrikgelände ein, die, den Bullifreunden sei Dank, in den altehrwürdigen früheren Fabrikhallen endet. Für eine gute Stunde erweckt die Gästeführerin das alte Gemäuer zum Leben – ganz ohne Tricks, doppelten Boden oder Bullis. Es sind Zeitzeugen, die als Gäste mit ihren Erinnerungen Lingens Konzept ergänzen.



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