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Ältere Menschen verfassen in Senioren-Schreibwerkstatt Geschichten und Gedichte

„Als Geisterfahrer auf der Autobahn“

Hessisch Oldendorf. Hinter so vielversprechenden Überschriften wie „Hochzeitsglocken“, „Als Geisterfahrer auf der Autobahn“, „Celler Softeis“ oder „Vom Singen der Drähte“ verbergen sich einige der Geschichten, die von Hessisch Oldendorfer Senioren zu Papier gebracht worden sind. Sie folgen damit einem Aufruf von Stephanie Wagener. Die pädagogische Leiterin des Seniorenbüros der Stadt sammelt die Geschichten, um sie als Buch zu veröffentlichen.

veröffentlicht am 22.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:41 Uhr

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Sie habe zwar schon einige Texte für das ehrgeizige Projekt, ein Buch zusammenzustellen, aber „für interessierte Seniorinnen und Senioren besteht nach wie vor die Möglichkeit, ihre persönliche Geschichte einzureichen“, erklärt Stephanie Wagener. Sie ist der Meinung, dass „die älteren Mitbürger in Hessisch Oldendorf Geschichten zu erzählen haben. Es sind die Geschichten von früher, die gerne erzählt werden möchten und die nicht in Vergessenheit geraten sollten.“

Im Rahmen des Seniorenschreibprojekts besteht die Möglichkeit, eigene Erlebnisse und Erinnerungen aufzuschreiben. Die Seniorinnen und Senioren aus dem Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet könnten das, was sie an heute kaum mehr vorstellbaren Erlebnissen in den 50er Jahren erlebt haben, niederschreiben und damit auch für die Nachwelt erhalten, sagt Stephanie Wagener. Für die älteren Menschen, denen gerade das Niederschreiben ihrer Erinnerungen Probleme bereitet, sieht sie dennoch die Möglichkeit, sich am Projekt zu beteiligen. „Es ist ja auch eine gute Gelegenheit, mit den Kindern, Enkelkindern oder Freunden ins Gespräch zu kommen und sich helfen zu lassen“, erklärt die Sozialpädagogin.

Darüber hinaus kann aber auch durch das Seniorenbüro Hilfestellung angeboten werden, denn mit Heinz-Joachim Knopp und Kurt Emonts hat die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung zwei engagierte Mitstreiter im Boot. Beide sind bereit, die Senioren beim Aufschreiben der Erinnerungen zu unterstützen. Und sie haben sich auch schon mit einigen Verfassern zusammengesetzt, um den Geschichten den letzten Feinschliff zu geben. „Ich kümmere mich dabei um die redaktionelle Bearbeitung der Texte, die nötig ist, um ein Buch zu erstellen“, erklärt Kurt Emonts. Der ehemalige Journalist freut sich, dass auch Gedichte abgegeben wurden. „Und zwar auch ein ganz liebevolles Gedicht zu Hessisch Oldendorf“, verrät er. Nun hofft Kurt Emonts gemeinsam mit Heinz-Joachim Knopp und Stephanie Wagener, dass sich noch einige Senioren ein Herz fassen und mit ihren Geschichten zu einem einmaligen Buch beitragen werden.

Der Abgabetermin für die Geschichten ist am Samstag, 14. September. Wer sich informieren und um Hilfe bitten möchte, kann dies bei Stephanie Wagener im Rathaus unter Tel. 05152/782-212 tun.bj



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