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Vor 50 Jahren erster großer Karnevalsumzug / Hessisch Oldendorfer erinnert sich

Als ein Helau hier noch neu war

HESSISCH OLDENDORF. Die Pappnasen sind zerknautscht. Die Töne vom Narrhalla-Marsch bleiben in der Tuba und die Jecken gar ganz zuhause. Die Enttäuschung darüber, dass in der Weserstadt in diesem Jahr kein Straßenkarneval stattfinden wird, ist immer noch groß. Was die wenigsten Hessisch Oldendorfer wissen: Vor genau 50 Jahren zog der erste größere Karnevalsumzug durch die Straßen der Stadt.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 18:04 Uhr

Bereits 1967 gab es einen kleinen Umzug. Foto: Cornelis Lakwijk
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Was sich am Sonnabend in Hessisch Oldendorf tat, dürfte wohl als bisher einmaliges Ereignis in die Stadtgeschichte eingehen“, hieß es damals in der Zeitung. Zwei Kilometer lang war der Umzug und Tausende Zuschauer drängten sich an den Straßenrändern, war zu lesen. Vom Keukenhof ging es über die Segelhorster Straße, die Lange Straße, die Mühlenstraße und durch die Bergstaße wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nahezu die gleiche Wegstrecke wie bei folgenden Umzügen – allerdings noch im Uhrzeigersinn.

In Hessisch Oldendorf stationierte Niederländische Soldaten brachten den Karneval in 60er-Jahren mit an die Weser. Die nicht gerade mit Karneval vorbelasteten Niedersachsen nahmen die Steilvorlage der Niederländer an. So montierte die Feuerwehr montierte eine Rakete für einen „Mondeinsatz im Jahr 2000“ auf ihrem Prunkwagen. Was fehlte, war eine Prinzessin. Prinz Ben I .winkte huldvoll vom Prinzenwagen seinen Untertanen zu.

Mittendrin im Geschehen feierte ein 16-Jähriger im Clownskostüm mit: Cornelis Lakwijk, den viele nur als „Kees“ kennen, kann sich gut an die Anfänge des karnevalistischen Treibens in Hessisch Oldendorf erinnern. „Ein Jahr zuvor gab es bereits einen kleineren Umzug durch die Stadt“, weiß der Hessisch Oldendorfer noch heute. Sein Vater Frits, er kam im November 1965 nach Hessisch Oldendorf, zählte zu den Mitbegründern des Niederländischen Karnevals in der Weserstadt. Nach dem Umzug sei im Unteroffiziersheim in der Kaserne weiter gefeiert worden, erzählt Lakwijk. Zwei Jahre später dann in Hallen der ehemaligen Schuhfabrik. Die Eintrittskarte (Preis zwei D-Mark) besitze er noch heute, sagt der 66-Jährige. An dem Tag habe er seine Frau Elke kennengelernt, sagt Lakwijk.“Es ist sehr schade, dass es in diesem Jahr keinen Umzug gibt, gerade im Jubiläumsjahr“, ist der Karnevalsfreund betrübt.

Information

Prunksitzung protzt mit Programm

Am Samstag, 13. Januar, regiert im Baxmann-Zentrum wieder König Karneval. Mit dem Einmarsch des Oldendorfer Carnevals Clubs von 1972 startet um 20.11 Uhr die Prunksitzung, deren Programm sich sehen lassen kann: Mit dabei sind natürlich die Mini-, Prinzen- und Prinzenehrengarde sowie die Tanzmariechen des OCC, außerdem die Moskitos und die Ladykracher von Hanne’s Dance Company. Gespannt sein darf das Publikum auf die neue Showeinlage des beliebten Rintelner Männerballetts. Travestiekünstler Maria Crohn, Karnevalssänger Dominik Glaser, Zauberer Simabu aus Hannover, artistische Einlagen und Clownerie runden das vielseitige und unterhaltsame Programm ab. Im Anschluss soll Discjockey Memo dafür sorgen, dass die Tanzfans auf ihre Kosten kommen. Eintrittskarten für die Prunksitzung gibt es nur an der Abendkasse. Einlass ist ab 19.11 Uhr.



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