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Sieben Bäche – und die Sorge um den richtigen Wasserablauf

Alles im Fluss?

Hessisch Oldendorf. Alles im Fluss? Diese Frage stellt sich der Unterhaltungsverbands „Exter-Wesertal“ regelmäßig, wenn es wieder auf Gewässerschau geht. Sieben Bäche fallen in den Zuständigkeitsbereich des Verbandes. Probleme gibt es meist durch illegal gelagerten Grünschnitt und durch Bisamratten.

veröffentlicht am 14.04.2016 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Hessisch Oldendorf.Wie Jörg Mielke, Geschäftsführer des in Hessisch Oldendorf ansässigen Unterhaltungsverbands „Exter-Wesertal“ aus Gewässerschauen weiß, ist es schon ein klassisches Bild, das die Schaubeauftragten bei ihren regelmäßigen Kontrollgängen erwartet: Gartengrundstücke, die direkt an Gewässer der II. Ordnung heranreichen, sind meistens top gepflegt. Doch der Rasen- und Gehölzschnitt wird oft einfach über den Zaun ans Bachbett geworfen. Zuständig ist der Unterhaltungsverband für den Rohder Bach, den Alber- und Hollenbach sowie den Segelhorster-, Hemeringer-, Heßlinger- und Nährenbach – allesamt Gewässer der II. Ordnung, die von überörtlicher Bedeutung für das Gebiet eines Unterhaltungsverbandes sind.

Auch in diesem Frühjahr hat der Verband wieder seine Verbandsschau an den Gewässern, für deren ordnungsgemäßen Zustand er verantwortlich ist, organisiert. Und angesichts der Erfahrungen vorangegangener Schauen kann Geschäftsführer Mielke erfreut feststellen: „Alles war in tadellosem Zustand. Die Gewässerabläufe sind sichergestellt.“

Daneben hatten die Schaubeauftragten ein Augenmerk auch auf naturschutzrechtliche Aspekte gelegt. Hier gab es ebenfalls keine Beanstandungen. Auch waren nirgendwo Ufer oder Gewässer unbefugt genutzt worden. So waren nirgendwo verbotenerweise Böschungskanten beackert, offene Tränkstellen am Gewässer oder Triften und Durchfahrten angelegt. Das war aber nicht immer so: In den Jahren zuvor war die Schau-Kommission an den kontrollierten Gewässern vermehrt auf Uferbereiche gestoßen, die als Lagerplatz für Unrat missbraucht wurden. Damit wurde der Wasserabfluss – zumal bei Hochwasser – erheblich behindert. „Bei Sturm oder Starkregen könnten die Abfälle in das Gewässer gelangen und insbesondere dort, wo die Bäche verrohrt sind, und an Brücken zu Verstopfungen und somit zu Überschwemmungen führen“, erklärt Jörg Mielke.

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Grünschnitt gefährdet den Gewässerabfluss. Foto: pr

Grundsätzlich weist der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes darauf hin, dass Mähgut und sonstiger Grünschnitt rechtlich gesehen Abfall sind. Sie müssen entweder in dafür zugelassenen Anlagen entsorgt werden oder gehören in die Biotonne. Verstöße gegen dieses Abfallgesetz werden mit einem Bußgeld geahndet. Auch die Bekämpfung von Bisamratten gehört zum Aufgabenbereich des Unterhaltungsverbandes. Diese Wühlmausart richtet an Gewässern im Uferbereich durch ihre Grabetätigkeit nicht unerhebliche Schäden an. Wie Verbandsvorsteher Werner Buchmeier weiß, gibt es im Verbreitungsgebiet des Unterhaltungsverbandes einige Bisam-Vorkommen. Ein Schwerpunkt läge am Hollenbach im Bereich Hessisch Oldendorf. Die Population würde aber vom Bisamfänger des Verbandes, Fritz Söhlke aus Barksen, erfolgreich in Schach gehalten. Größere Bisamschäden gebe es daher nicht.



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