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Zu Besuch beim Hersteller „Wesertal Türen“ in Rumbeck

Adventskalender Tür 9: Das Tor zu den Türen

Mit Beginn des Monats Dezember und bis Weihnachten wollen wir für Sie, liebe Leserinnen und Leser, Türen öffnen. Die Redaktion besucht Orte, die nicht für jedermann zugänglich sind, und verrät das ein oder andere Geheimnis, das hinter dem Türchen steckt. Heute: „Wesertal Türen“ – ein Hersteller im Weserbergland.

veröffentlicht am 09.12.2017 um 06:00 Uhr

Hunderte Modelle sind in der Ausstellung zu sehen, auch Sonderwünsche sind möglich. Foto: jli
Johanna Lindermann

Autor

Johanna LindermannDWZ Volontärin

RUMBECK. Hinter Türchen schauen – dazu hat man bei „Wesertal-Türen“ mehr als einmal die Gelegenheit: Hinter der ersten Tür: die Lagerhalle für fast fertige Türen. Hinter einer weiteren Tür: die Produktionshalle, in der Holz zu Türen verarbeitet wird. Tausende Ein- und Durchgangspforten unterschiedlicher Form, Holzart und Fertigungsstatus lagern in den großen Hallen des Türenherstellers „Wesertal Türen“, gleich hinter dem Ortseingang von Rumbeck.

Die fertigen Türen landen später übrigens hinter einer weiteren Tür, nämlich in der großen hauseigenen Ausstellung – doch wenn man hinter diese Türen blickt, sieht man nur eine Wand. Sie sind auch nicht zum Öffnen gedacht, jedenfalls noch nicht. Hier können sich Kunden, die gerade ein Haus bauen oder renovieren, umschauen. Die Auswahl ist dabei groß: Aus Holz, Glas oder mit Kunststoffoberfläche, als Schiebetür, mit Glas oder Muster, in braun, weiß oder auch bunt. Auch Stiltüren, Feuerschutztüren oder Rundbogenelemente sind in Rumbeck zu finden. „Es gibt quasi unendliche Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Juniorchef Jochen Dehne.

Im Moment sind weiße Türen im Trend, vor allem mit sogenannten Nuten, also quer über die Tür verlaufende Vertiefungen zur Dekoration, verrät er, doch das ändere sich beinahe jährlich. „Wenn ich in ein Haus komme, kann ich meist anhand der Türen das Jahr erkennen, in dem es gebaut wurde“, sagt er schmunzelnd.

Sogar Stiltüren gibt es. Foto: jli
  • Sogar Stiltüren gibt es. Foto: jli
„Wesertal Türen“ bietet viele Materialien und Ausführungen. Foto: jli
  • „Wesertal Türen“ bietet viele Materialien und Ausführungen. Foto: jli
Viele Stationen muss eine Tür bei der Produktion bis zur Fertigstellung durchlaufen. Foto: jli
  • Viele Stationen muss eine Tür bei der Produktion bis zur Fertigstellung durchlaufen. Foto: jli
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Sogar Stiltüren gibt es. Foto: jli
„Wesertal Türen“ bietet viele Materialien und Ausführungen. Foto: jli
Viele Stationen muss eine Tür bei der Produktion bis zur Fertigstellung durchlaufen. Foto: jli
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Dehne hat auch jahrelange Erfahrung mit Türen: Seit mehreren Generationen ist der Betrieb bereits in Familienbesitz. Vor fast 170 Jahren, im Jahr 1848, wurde er als „Holzhandlung August Dehne“ gegründet. Zu der Zeit wurden Rundhölzer aus dem Harz und dem Solling per Floß die Weser bis nach Bremen hinuntergeschifft, wo sie dann verkauft wurden. Später wurde der Holzhandelbetrieb – bereits am selben Standort, an dem „Wesertal Türen“ noch heute zu finden ist – zu einem Sägewerk erweitert. Im Jahr 1946 entstand schließlich eine Möbelfabrik. In den 70er-Jahren konzentrierte sich die Familie dann auf die Türenproduktion.

Heute werden die Türen aus Rumbeck sowohl in der Region, als auch bis ins Ruhrgebiet, nach Frankfurt und Hamburg geliefert, oder auch bis zum nördlichsten Punkt Deutschlands: List auf Sylt.

Das Besondere an „Wesertal Türen“: „Bei uns läuft alles in einer Hand ab“, sagt Dehne. Die Türen würden daher überall persönlich angeliefert und eingebaut. Auch Sonderwünsche, wie bestimmte Muster, Sondermaße, Lichtausschnitte, Profile oder individuelle Farben sind kein Problem. „Im Internet ist eine Tür einfach eine Tür. Diesen Standard wollen wir nicht. Sonderwünsche sehen wir als Herausforderungen an“, fasst Dehne zusammen.

Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, müssen noch viele Türen fertigstellt werden, da sie bei einem Neubau immer erst ganz zuletzt eingesetzt werden können – „und viele Menschen wollen noch vor Weihnachten noch einziehen“, sagt Dehne. In den großen Produktionshallen auf dem Gelände in Rumbeck herrscht daher im Moment Hochbetrieb. Viele einzelne Arbeitsschritte sind notwendig, vom Zuschnitt, über die Formatierung und das Schleifen bis hin zur Lackierung.

Die Produktion einer Standardtür dauert ungefähr eine Woche, bei Sondermaßen nimmt die Fertigstellung gut vier Wochen ein, bei ganz besonderen Wünschen kann es auch bis zu acht Wochen dauern. Gerade auch Sondermaße – etwa eine Höhe von 2,11 Meter statt den üblichen 1,985 Meter – würden immer wieder nachgefragt. „Die Leute werden eben immer größer“, erklärt Dehne.

Um diese traditionsreiche Produktion aufrechterhalten zu können, ist das Unternehmen aktuell auf der Suche nach Tischlern. Wer Interesse hat, kann „Wesertal Türen“ unter der Telefonnummer 05152/2063 kontaktieren.


Am Montag lesen Sie: Ein Blick hinter die Kulissen des Rasti-Lands – gibt es einen Technikraum?

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