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Identität des Weißstorchs ungeklärt – vermutlich ein Westzieher / Auf Nahrungssuche im Bereich Herrenteich

Adebar zurück im Nest über ehemaliger Molkerei

Hessisch Oldendorf (pj). Am Freitag landete ein Weißstorch auf dem Nest der alten Molkerei am der Ecke Langen Straße/Münchhausenring in Hessisch Oldendorf. Der Storch ist unberingt, seine Identität ist daher unbekannt. „Ob es der Weißstorch aus dem Vorjahr ist, oder ob es sich nur um einen Durchzügler handelt, der erst mal wenige Tage bei uns rastet, bevor es weitergeht, bleibt abzuwarten“, sagt Dietmar Meier. Vieles spreche jedoch dafür, dass er bleiben wird, denn Fenja Vogel von der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf/Hameln des Naturschutzbundes konnte den Vogel mit den langen roten Beinen nachmittags bei der Nahrungssuche im Nahrungsgebiet am Herrenteich beobachten. Dort fand Meister Adebar viel Fressbares. Zumeist sind es Regenwürmer, die an diesem Tag zu seinem Speisezettel gehörten. „Die hohe Anzahl an Beutefangreaktionen spricht dafür, dass sein Tisch am Herrenteich reichlich gedeckt ist“, erklärt Fenja Vogel.

veröffentlicht am 05.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:21 Uhr

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Der Herrenteich mit seinen grundwassernahen Standorten gilt als optimales Nahrungsgebiet. Aufgrund der dort befindlichen Trinkwasserversorgungsanlage mit Wasserschutzgebiet handelt es sich um extensives Dauergrünland auf dem gewöhnlich wesentlich mehr Nahrungstiere für den Storch leben als anderswo im Stadtgebiet, da hier keine Nährstoffe in den Boden gelangen. „Er scheint sich bei uns auszukennen, da er gezielt dieses Nahrungsgebiet angeflogen hat“, sagt Storchenvater Dietmar Meier.

Sollte der Storch in Hessisch Oldendorf bleiben, gehört er mit zu den ersten Weißstörchen, die in diesem Jahr in Norddeutschland eingetroffen sind. „Die frühe Ankunft dieser Störche spricht dafür, dass sie Westzieher sind und somit über Gibraltar und Spanien zu den Brutstandorten fliegen. Die über Ostafrika und dem Balkan fliegenden und daher als Ostzieher bezeichneten Störche kommen meist erst Ende März/Anfang April bei uns an“, erklärt Dietmar Meier.

Es liegt inzwischen schon einige Jahre zurück, dass ein Storchenpaar im Nest auf dem Schornstein der früheren Molkerei Junge großgezogen hat. Fast immer sind es fremde Störche gewesen, die dem Paar das Nest streitig machten. Dabei kam es zu heftigen Kämpfen, bei denen Eier zerstört oder Junge getötet wurden.

Das Nest über der ehemaligen Molkerei ist in den letzten Monaten mächtig in Unordnung geraten. Deutlich sichtbar wachsen darin lange Pflanzen, denn schon früh im letzten Jahr ist der Einzelstorch weitergezogen, der im Frühjahr in die Weserstadt gekommen war. „Es gibt viel zu tun für unseren Klappermann bei der Herrichtung der Wohn- und vielleicht auch künftige Kinderstube“, sagt Dietmar Meier. Vielleicht bekommt der Weißstorch in den nächsten Tagen Verstärkung durch eine Artgenossin? Immerhin sind die meisten Störche noch nicht bei uns eingetroffen.



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