weather-image
11°

An Kreiseln ist es für Fußgänger und Radfahrer besonders gefährlich

Achtung, Unfallgefahr!

veröffentlicht am 06.10.2016 um 12:02 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:54 Uhr

270_0900_16182_lkho101_Wal_0710.jpg
Johanna Lindermann

Autor

Johanna LindermannDWZ Volontärin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Ein Auto blinkt, fährt aus dem Kreisverkehr – und muss dann abrupt abbremsen. Der Fahrer hat den Fußgänger auf dem Zebrastreifen nicht gesehen. Szenen wie diese ereignen sich häufig am Ostertorkreisel. Viele Hessisch Oldendorfer Autofahrer und Fußgänger sind durch die Zebrastreifen am Kreisverkehr verunsichert. Wer hat hier Vorrang?

„Rechtlich gesehen ist das Ausfahren aus dem Kreisel ein Abbiegevorgang“, erklärt Polizeihauptkommissar Andreas Hinz, Verkehrssicherheitsberater im Präventionsteam der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, „und wer abbiegt, muss auf Fußgänger Rücksicht nehmen. Das wird noch deutlicher, wenn dort ein Zebrastreifen ist“. Deshalb rät auch der ADAC zu Zebrastreifen an Kreiselein- und -ausfahrten. Gerade an den Einfahrten ist dies wichtig, da Fußgänger hier, anders als an den Ausfahrten, grundsätzlich keinen Vorrang haben.

Bei den Fahrradfahrern stellt sich die Situation jedoch anders dar: Im Gegensatz zu Fußgängern haben sie auf den Radwegen sowohl Vorrang vor ein- als auch vor ausfahrenden Pkw. Da viele Autofahrer jedoch beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht auf Fahrradfahrer achten, die weiter im Kreisel fahren möchten, ist hier die Unfallgefahr erhöht. Radfahrer seien daher am Kreiselrand gefährdeter als Fußgänger, sagt Hinz. Noch ist es jedoch nicht zu vermehrten schweren Unfällen an den Hessisch Oldendorfer Kreiseln gekommen. In den vergangenen drei Jahren hätten sich nur zwei Unfälle mit Verletzten an Kreisverkehren ereignet – beide am Münchhausenring, sagt Polizeihauptkommissar Matthias Feldmann aus dem Sachgebiet Verkehr der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont.

Um die Gefahr von Unfällen auch weiterhin zu verringern, ist es unerlässlich, beim Verlassen des Kreisels den Blinker zu setzen. Blinkt ein Autofahrer nicht, kann dies neben Auffahrunfällen auch eine Geldbuße nach sich ziehen. Beim Einfahren in den Kreisverkehr darf hingegen nicht geblinkt werden. Hinz appelliert zudem an die Autofahrer, beim Befahren und Verlassen von Kreiseln auf Fußgänger und Fahrradfahrer zu achten. „Man muss gegenseitig Rücksicht nehmen und sich in die Lage der anderen versetzen.“ Auch die Aufnahme von Augenkontakt helfe bei der gegenseitigen Absicherung und so bei der Vermeidung von Unfällen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt