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Wegfall von Dura wird kompensiert / Sünteldörfer leiten künftig Wasser nach Hessisch Oldendorf

Abwassergebühr bis 2020 stabil

HESSISCH OLDENDORF. Die Abwassergebühren in Hessisch Oldendorf bleiben bis zum Jahr 2020 bei 3,06 Euro pro Kubikmeter. Der Wegfall großer Mengen Abwasser durch die Schließung des Teppichwerks Dura wird durch die Einleitung von Schmutzwasser aus den Sünteldörfern kompensiert, das bislang nach Hameln geleitet wurde.

veröffentlicht am 22.11.2017 um 15:04 Uhr

Seit fast 12 Jahren sind die Abwassergebühren in Hessisch Oldendorf nicht erhöht werden. Mindestens drei weitere Jahre lang soll es noch dabei bleiben. Foto: dpa
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Gute Nachrichten für alle Haushalte in Hessisch Oldendorf: Die Abwassergebühren bleiben stabil – und das nicht nur im kommenden Jahr, sondern mindestens bis zum Jahr 2020. Der Preis von 3,06 Euro pro Kubikmeter Abwasser war zuletzt am 1. Januar 2006 erhöht worden.

Ende letzten Jahres hatte noch Unklarheit geherrscht, ob die Gebühren auf weiterhin auf diesem Preisniveau gehalten werden könnten. Ursache dafür war die Schließung des Teppichwerks Dura, das große Mengen an Abwasser produziert hatte. Im August 2017 hatte Thomas Figge, Vorsitzender des Betriebsausschusses des Abwasserbetriebs und Baubetriebshofs der Stadt Hessisch Oldendorf, bekannt gegeben, es werde an Lösungen gearbeitet, um eine Erhöhung der Gebühren für die Bürger zu verhindern.

Diese Lösungen sind nun in verschiedenen Maßnahmen zur Kostenreduzierung gefunden worden. Die größte Maßnahme dabei sei der Neubau einer sogenannten Schmutzwasserdruckleitung vom Pumpwerk Fischbeck zur Kläranlage Hessisch Oldendorf, erklärt Figge. „Von einigen Sünteldörfern werden derzeit die Abwässer nach Hameln gepumpt und in der dortigen Kläranlage gereinigt. Dies soll in Zukunft in Hessisch Oldendorf geschehen.“ Damit könne die sinkende Abwassermenge von Dura kompensiert und die Kapazität der Kläranlage in Hessisch Oldendorf besser genutzt werden. Die neue Trasse, in die rund 2,3 Millionen Euro investiert werden, soll zirka sieben Kilometer lang werden und an der Bundesstraße 83 entlang verlaufen.

„Wir sind sehr zufrieden, einen Weg gefunden zu haben, die stagnierende Wassermenge von Dura zu kompensieren“, sagt Figge. „Andernfalls wären wir um eine Gebührenerhöhung nicht herum gekommen.“

Insgesamt werden rund 3,1 Millionen Euro investiert. 2,5 Millionen Euro werden dabei über Darlehn finanziert, der Rest durch eigene Mittel, Beiträge und Abschreibungen. Etwa 500 000 Euro davon werden für die Kanalsanierung der Bergstraße benötigt, um Schmutz- und Regenwasserkanäle zu erneuern. Mit weiteren 50 000 Euro soll ein Kanal in der Stiftstraße in Fischbeck saniert werden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Betriebsausschuss des Abwasserbetriebs und Baubetriebshofs diese Maßnahmen sowie den Wirtschaftsplan 2018 einstimmig beschlossen.

Aufgrund von Kostensteigerungen im Bereich der Kläranlagen Hessisch Oldendorf und Hameln schließt der Erfolgsplan der Sparte Abwasserbetrieb mit einem Verlust in Höhe von 51 000 Euro ab. Durch den Gewinn der Vorjahre könne dies jedoch ausgeglichen werden, teilt die Verwaltung mit. Im Jahr 2019 sei mithilfe der eingesparten Kosten durch das Abwasser, das dann aus dem Raum Fischbeck nach Hessisch Oldendorf geleitet wird, jedoch voraussichtlich wieder mit einem ausgeglichenen Wirtschaftsplan zu rechnen.

Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Mitarbeiter beim Bauhof sowie einen Auszubildenden zur Zukunftssicherung auf der Kläranlage einzustellen.



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