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„Gudrun und Dieter“ melden sich bei Polizei / Spur führte nach Sachsen-Anhalt

Absender von verdächtigem Paket gefunden

HESSISCH OLDENDORF/HAMELN. Die Polizei vermeldet einen Fahndungserfolg. „Gudrun und Dieter“ konnten identifiziert werden. Am 7. Dezember sorgte ein verdächtig vorkommendes Paket in einer Postverteilerstation an der Ruthenstraße in Hameln für Wirbel. Nun haben sich die Absender bei der Polizei gemeldet - ein Paar aus Sachsen-Anhalt.

veröffentlicht am 28.12.2017 um 16:29 Uhr

Dieses Paket sorgte für Wirbel in einer Hamelner Postverteilstation. Foto: Polizei
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Polizei vermeldet einen Fahndungserfolg. Nein, nicht etwa die Festnahme eines schweren Jungen, etwa eines Panzerknackers. Auch nicht erfolgversprechende Ermittlungsergebnisse nach einem Ladendiebstahl. Den Beamten ist ein ganz anderer Coup gelungen – sogar ohne die Einrichtung einer Sonderkommission. „Gudrun und Dieter“ konnten identifiziert werden.

Kriminell ist das Duo nun wirklich nicht. Ankreiden kann die Polizei den beiden rein gar nichts. Das Paar kann sich höchstens selber vorwerfen, unter Umständen einen Paketaufkleber nicht hundertprozentig fest auf eine Warensendung geklebt zu haben. Und das hatte weitreichende Folgen.

Rückblende: Am 7. Dezember sorgte ein verdächtig vorkommendes Paket in einer Postverteilerstation an der Ruthenstraße in Hameln für Wirbel. Einem Mitarbeiter war ein schweres Paket aufgefallen. An der Sendung fehlten Empfänger- und Absenderangaben. Sensibilisiert durch Ereignisse in Potsdam , schlug der Postler Alarm. Das Gebäude wurde geräumt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes rückten an. Die Spezialisten entdeckten im Karton lediglich Wurstwaren und Süßigkeiten.

Neben einem Kärtchen mit Grüßen von „Gudrun und Dieter“ entdeckten Polizeibeamte einen Hinweis, dass das Paket im Bereich von Gutenswegen in Sachsen-Anhalt aufgegeben worden sein könnte. Über soziale Netzwerke im Internet teilte die Polizei in Sachsen-Anhalt einen Hamelner Fahndungsraufruf. Auch die Volksstimme – eine Tageszeitung aus Magdeburg – berichtete über den Fall.

Jetzt haben sich die Absender bei der Polizei gemeldet, erzählt Polizeihauptkommissar Jens Petersen. Über das Paket wollten „Gudrun und Dieter“ allerdings nicht in der Öffentlichkeit reden, so der Polizeisprecher. Offenbar haben sie genug vom Rummel.

Inzwischen soll ein zweites Paket zu seinem in Hessisch Oldendorf wohnenden Empfänger versandt worden sein. Über den Inhalt des Ersten darf sich die Hamelner Tafel freuen. Das Paar in Sachsen-Anhalt sei damit einverstanden gewesen, die Wurstwaren und Süßigkeiten an die Organisation zu spenden, bevor die Lebensmittel verderben, heißt es von der Polizei.

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