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Nabu fordert Schutz von Stadtgrün

Abkühlung durch große Bäume

HESSISCH OLDENDORF. An Fichten, Buchen, Eichen und anderen Bäumen mangelt in Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet wegen der Wälder eigentlich nicht. In einer Pressemitteilung ruft der Nabu Hameln-Hessisch Oldendorf-Aerzen jedoch die Kommunen im Landkreis dazu auf, auch in den bewohnten Bereichen mehr für den Schutz der Bäume zu tun. Der Stadt Hessisch Oldendorf stellen die Naturschützer ein verglichen mit den anderen Städten gutes Zeugnis aus. Kritikpunkte haben sie aber trotzdem.

veröffentlicht am 28.08.2018 um 16:33 Uhr

Jens Spickermann

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Antoß für den Appell des Nabu gab die Hitzewelle der vergangenen Wochen. Wer sich bei Temperaturen über 30 Grad draußen aufhält, weiß schattenspendende Bäume besonders zu schätzen. Solche heißen Sommer könnten durch den Klimawandel aber zur Regel werden, meint der Hessisch Oldendorfer Nabu-Vorsitzende Oliver Nacke. Um so wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass in der Stadt auch zukünftig genügend große Bäume wachsen, die ein angenehmeres Mikroklima schaffen.

Im Gegensatz zu manchen anderen Kommunen gebe es in Hessisch Oldendorf eine Baumschutzsatzung. Das sei sehr positiv, lobt Nabu-Pressereferent und Hessisch Oldendorfer Bürger Hans Arend. Ab einem bestimmten Stammumfang dürften Bäume deshalb in der Regel nicht gefällt werden und der Heckenschnitt sei erst nach der Brutzeit der Vögel erlaubt. Im Großen und Ganzen klappe der Baumschutz „wunderbar“. Das Problem sei allerdings, dass sich die Stadt beim Heckenschnitt nicht immer an die Satzung halte und das Grün gelegentlich schon während der Brutzeit gestutzt werde. Für die Obstwiese im Gewerbegebiet nahe Krückeberg, die einst als Ausgleichsmaßnahme geschaffen worden sei, wünscht sich Arend außerdem mehr Pflegemaßnahmen durch die Stadt. Die Bäume sähen kläglich aus, der Nabu könne nötige Pflegearbeiten ehrenamtlich aber nicht leisten.

Nacke will das Nabu-Schreiben nicht so sehr als Kritik, sondern eher als Appell und präventiven Hinweis verstanden wissen. „Es geht darum, über die Vorteile von Bäumen vor der Entfernung nachzudenken“, erklärt Nacke. Nicht nur ökologisch seien sie wertvoll, sondern eben auch als Schattenspender für das menschliche Wohlbefinden. Befestigte Flächen, wie zum Beispiel Parkplätze würden sich nämlich durch Bäume insgesamt weniger aufheizen. Bis ein gepflanzter Baum ausreichend groß ist, um als wirksamer Schattenspender zu dienen, dauert es natürlich einige Jahre. Deshalb ruft Nacke dazu auf, langfristig zu denken und beispielsweise bei neuen Parkplatzflächen an entsprechende Pflanzungen zu denken. Der nächste heiße Sommer kommt nämlich bestimmt.



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