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Für eine IGS ist die Schule aber derzeit zu klein / Landkreisweite Befragung der Eltern läuft

Abitur bald auch in Hessisch Oldendorf ?

Hessisch Oldendorf (wft). Bekommt Hessisch Oldendorf im kommenden Schuljahr eine IGS oder bleibt es bei der in diesem Jahr eingerichteten Oberschule, in der die Haupt- und Realschule des Ortes zusammengeführt wurden? In der „Grünen Mensa“ informierten am Montagabend der Leiter des Kreisschulamtes, Klaus Volkmer, sein Stellvertreter Clemens Gebauer, Dirk Tack von der Landesschulbehörde und Brigitte Naber, Leiterin der IGS Rodenberg, unter der Moderation und Beteiligung von Landrat Rüdiger Butte über die Unterschiede von IGS und Oberschule. Anders als bei früheren Informationsveranstaltungen in Hameln, war das Interesse in Hessisch Oldendorf beträchtlich: Annähernd 100 Interessenten, darunter auch mehrere Initiatoren der Hamelner IGS-Initiative, lauschten aufmerksam den Erklärungen der Referenten und stellten zahlreiche Fragen.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

Auch wenn die ersten Reihen leer blieben – das Interesse an der Informationsveranstaltung des Landkreises Hameln-Pyrmont i
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Im Mittelpunkt der sich daraus entwickelnden Diskussion stand die Frage, wie in Hessisch Oldendorf ein gymnasiales Angebot zu etablieren sei. Denn bislang müssen die Schüler der Stadt nach Hameln oder in den Nachbarkreis Schaumburg fahren, um den klassischen Weg zum Abitur einzuschlagen. Theoretisch, das kristallisierte sich schnell heraus, wäre dies auch mit einer dreizügigen Oberschule, wie sie in Hessisch Oldendorf existiert, möglich. Allerdings müsste die Stadt Hameln als nächstgelegener Gymnasialstandort einer solchen schulpolitischen Weichenstellung zustimmen – das schreibt das niedersächsische Landesrecht zwingend vor. Eine Zustimmung, von der Landrat Butte angesichts der demografischen Entwicklung und des Umfangs der gymnasialen Angebote in der Rattenfängerstadt nicht ausgeht, wie er erklärte. Die einzige Möglichkeit, in Kürze auch in Hessisch Oldendorf den Weg zum Abitur anbieten zu können, sahen etliche Zuhörer und Diskutanten im Publikum denn auch in der Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule.

Um sie von der Landesschulbehörde genehmigt zu bekommen, muss allerdings eine wesentliche Hürde genommen werden, die der Landkreis in der vergangenen Woche auf Beschluss des Kreistages vom 23. März 2011 in Angriff genommen hat: eine Befragung der Eltern aller Kinder in den Grundschulen des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie aller Eltern, deren Kinder im Jahr 2012 schulpflichtig werden, ob sie ihr Kind nach Beendigung der Grundschule an einer IGS in Hessisch Oldendorf anmelden würden. Dem Fragebogen beigefügt ist auch eine dreiseitige Darstellung der Unterschiede von IGS und Oberschule. Über den Bedarf einer IGS in Hessisch Oldendorf, und damit einer zweiten Integrierten Gesamtschule im Landkreis, stimmen mithin alle Erziehungsberechtigten der oben genannten Kinder ab, auch die in Hameln, wo die Zahl der Plätze in der neu gegründeten IGS bei weitem nicht ausreichte, um alle Kinder aufzunehmen, deren Eltern einen Aufnahmeantrag gestellt hatten – 90 mussten abgewiesen werden und ihre Eltern suchen ihnen eine andere Schule.

Bei der Informationsveranstaltung in der „Grünen Mensa“ ging Butte davon aus, dass die Befragung, die bis zum 1. September abgeschlossen und bis zum 6. September ausgewertet sein soll, einen klaren Bedarf für eine IGS in Hessisch Oldendorf ergeben wird, mithin 150 oder mehr Eltern eine entsprechende Absicht bekunden werden. Butte ließ aber auch durchblicken, dass ein knappes Verfehlen dieser Zahl für ihn Anlass sein werde, eine neuerliche breite Diskussion über die Notwendigkeit einer zweiten IGS zu initiieren, denn der Erfolg bei der Einrichtung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Bad Münder zeige, dass ein anfänglich mangelnd bekundetes Interesse nicht unbedingt aussagekräftig sein müsse. Sollte die erforderliche Zahl deutlich verfehlt werden, ist für Butte aber klar: „Dann wird es nur eine ganz kurze Diskussion in der Politik geben und der IGS-Antrag zu den Akten gelegt.“

Die Entscheidung, bei der Landesschulbehörde einen Antrag auf Einrichtung einer IGS in Hessisch Oldendorf zu stellen, „wird noch der bis zum 31. Oktober 2011 amtierende Kreistag stellen“, erklärte Butte. Das sei auch der letzte Termin, wenn die IGS 2012 zum 1. August an den Start gehen solle.

Dass die neue Oberschule in Hessisch Oldendorf auf maximal vier Klassen pro Jahrgang ausgerichtet ist, eine IGS derzeit aber nur genehmigt wird, wenn sie fünfzügig eingerichtet wird, darf nach Ansicht von Butte kein Hinderungsgrund sein. „Dann müssen wir eben die räumlichen Möglichkeiten schaffen.“ Und sei es, dass der Landtag in Hannover die entsprechenden Vorgaben ändere und vierzügige Integrierte Gesamtschulen erlaube, was dem ebenfalls anwesenden CDU-Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer als politisches Ziel, sparsam mit Steuergeldern umzugehen, mit auf den Weg ins niedersächsische Parlament gegeben wurde.



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