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Rumbecker hat nach IP-Umstellung kein Internet und Telefon mehr / Landkreis baut Leitung 2018 aus

Abgehängt

RUMBECK. Kein Anschluss unter dieser Nummer: Wenn die Telekom im kommenden Jahr ihr altes Festnetz in Rumbeck auf die Internet-basierte IP-Telefonie umstellt, ist die Leitung von Matthias Schulze tot. „Wir haben zurzeit leider keine Möglichkeit, dem Kunden ab Januar die gewünschte Leistung anzubieten“, heißt es aus der Pressestelle der Telekom.

veröffentlicht am 22.09.2017 um 12:58 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:08 Uhr

Kein Telefon, kein Internet: Wenn nach der IP.-Umstellung die Leitung tot ist, ist Matthias Schulze – zumindest kommunikativ – abgeschnitten von der Außenwelt.
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Für Schulze ein Schock. Fernsehgucken über das Internet, das Smartphone mit dem W-Lan verbinden – all das geht nicht mehr. „Die Telekom müsste ihre Leitung ausbauen“, erklärt Schulze – das, so hat er nach Gesprächen mit dem Unternehmen herausgehörte, wolle man allerdings nicht. „Die Telekom hält die Füße still“, sagt Schulze – und berufe sich auf den Landkreis Hameln-Pyrmont. Für Sandra Lummitsch, Sprecherin des Landkreises, sei die Haltung der Telekom keine große Überraschung: „Bereits in der Vergangenheit hat sich das Unternehmen zwar um die gewinnbringenden Kern- und Ballungsgebiete gekümmert und die weniger lukrativen, dünner besiedelten Randgebiete eher vernachlässigt.“ Für Matthias Schulze hat sie gute Nachrichten: Denn ein Ausschreibungsverfahren für den Breitband-Ausbau läuft. Lummitsch geht davon aus, noch Ende des Jahres einen Provider vorstellen zu können. „Rumbeck gehört zu unserem Ausbaugebiet und wenn es gut läuft, kann auch dort Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 mit einer Versorgung gerechnet werden“, so die Landkreis-Sprecherin. Die jetzt zur Zeit noch abgehängten Haushalte – wie der von Matthias Schulze – werden laut Lummitsch die Gewinner sein „und mit unserem Betreiber-Modell künftig von einer technisch bis zu 1000mbit möglichen Versorgung profitieren können – während die Telekom hingegen mit einer Versorgung von unter 100mbit deutlich darunter verbleiben wird.“

Bis Schulze zum neuen Provider des Landkreises wechseln und von der besseren Geschwindigkeit profitieren kann, wird er von der Telekom versorgt. „Meine Umstellung wird zurückgestellt“, sagt er. Der Rumbecker wird via Funk telefonieren und surfen.

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