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Stadt freut sich über zusätzliche 1,25 Millionen Euro / Verlust im Etat 2013 reduziert

Üppige Einnahmen – das Minus bleibt

Hessisch Oldendorf. „So macht Controlling Spaß“, freut sich Kathrin Petersen. Die Mitarbeiterin des Fachdienstes Finanzen der Stadtverwaltung stellt den Controllingbericht des vergangenen Jahres vor. „Das ist wie ein vorgezogener Jahresabschlussbericht“, fügt Frank Werhahn, stellvertretender Verwaltungschef im Hessisch Oldendorfer Rathaus, an. Und die Zahlen dieses Berichtes lassen nicht nur bei den Verantwortlichen im Rathaus Freude aufkommen, auch die Mitglieder des Finanzausschusses nicken zufrieden, als Frank Werhahn erklärt: „Wir konnten unsere Prognosen nach oben korrigieren, wir haben eine Verbesserung unserer finanziellen Situation um 1,25 Millionen Euro erreicht.“ Damit sei der zunächst mit rund 2,3 Millionen Euro veranschlagte Verlust im zurückliegenden Haushaltsjahr deutlich verringert worden. „Aber wir haben noch immer eine Million Euro Defizit im Haushalt 2013“, fügt Werhahn an.

veröffentlicht am 17.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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Die „extreme Verbesserung der Einnahmesituation“ sei im Wesentlichen den um mehr als ein Drittel höheren Einnahmen an Gewerbesteuern zu verdanken, macht Kathrin Petersen deutlich. Erwartet wurden bei den Gewerbesteuern Einnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro, tatsächlich flossen aber 2,8 Millionen Euro in die Kasse der Weserstadt. „Dabei haben wir es in großen Teilen mit Einmaleffekten zu tun“, gibt sie zu bedenken. Man könne davon ausgehen, dass die wirtschaftliche Situation der Unternehmen und Betriebe in Hessisch Oldendorf im vergangenen Jahr extrem gut gewesen sei. 2014 werde man da voraussichtlich Abstriche machen müssen, sagt die Mitarbeiterin im Rathaus. „Wir werden das Jahr 2013 als das Jahr in Erinnerung behalten, in dem die Gewerbesteuer floss“, fährt sie fort und stellt lächelnd fest: „Diesbezüglich ist Hessisch Oldendorf nicht mit der Bundesrepublik Deutschland vergleichbar, denn auf Bundesebene verhält es sich deutlich anders.“

Einen regelmäßigen Controllingbericht gibt es im Hessisch Oldendorfer Rathaus seit mehr als einem Jahr. Er ist ein Instrument des internen Rechnungswesens. Bei dem im Hessisch Oldendorfer Rathaus vom Fachdienst für Finanzen alle drei Monate erstellten Bericht geht es um die Beschaffung, die Analyse und die Aufbereitung von Daten. „Alle Mitarbeiter aus den verschiedenen Fachbereichen im Rathaus tragen mit ihren Daten zur Erstellung des Berichts bei. Wir haben dann die Möglichkeit, die Prognosen mit den tatsächlichen Zahlen zu vergleichen und darauf zu reagieren, indem wir entsprechende Steuerungs- und Handlungsempfehlungen aussprechen“, erklärt Kathrin Petersen den Ausschussmitgliedern. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Karlheinz Gottschalk (CDU), wirft die Frage auf, wie es nach dem Bericht weitergehe. Für Torsten Schulte (Bündnis 90/Die Grünen) ist eine Schlussfolgerung aus dem Controllingbericht, sich neben den Ausgaben auch einmal die Einnahmenseite anzusehen. „Scheinbar ist die Gewerbesteuer unsere Achillesferse. Wir erzielen zu wenig Einnahmen, um ins Plus zu kommen. Das ist eine Botschaft an uns Politiker.“ Dr. Dieter Claus (SPD) möchte wissen, ob „beispielsweise Sachkostenbereiche über den Controllingbericht gesteuert werden können“. Die positive Entwicklung der Einnahmesituation dürfe „nicht darüber hinwegtäuschen, dass die finanzielle Situation im Jahr 2014 enger wird und die Haushaltsansätze entsprechend knapp bemessen sind und Kreativität im Rathaus gefragt ist“, betont Kathrin Petersen.



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