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Entwicklungskonzept Rohden: Bürger sollen „am Ball bleiben“ und sich auf realisierbare Projekte konzentrieren

Übrig bleiben die günstigen und geförderten Ideen

Hessisch Oldendorf (gro). Noch einmal war das Entwicklungskonzept für Rohden Thema – das Planungsbüro Ackermann stellte im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur seinen Abschlussbericht vor und liefert damit eine Art Leitfaden, wie man Rohdental zum Tor des Naturparks Wesertals machen könnte. Falls genug Gelder fließen. Schwerpunkte der Planung sind touristische Angebote, Dorfentwicklung und Natur, die eingebunden sind in das regionale Leader-Entwicklungskonzept „Westliches Weserbergland“. Für die Umsetzung des Konzeptes ist es aus Sicht der Planer wichtig, dass der Arbeitskreis der Bürger „am Ball bleibt“ und die Umsetzung gemeinsam mit der Stadt, Planern und dem Regionalmanager vorantreibt. Im Fokus stehe die Konzentration auf Projektideen, die mit „Bordmitteln“ und über bestehende Förderprogramme realisiert werden könnten. Die von den Bürgern favorisierte Hängebrücke über den Bach am Friedhof gehört – so schön es wäre – nicht dazu. Zu prüfen sei ein Antrag auf Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm. Die Anlage eines Obstbaum-Rundweges mit Reaktivierung regionaltypischer Obstbaumkulturen, wie sie in Rohden geplant ist, kann die Aufnahme begünstigen. Zudem gibt es für dieses Projekt EU-Mittel.

veröffentlicht am 14.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Allgemein sei das Dorfbild geprägt durch überwiegend intakte historische Bausubstanz, ehemalige kleinere Hofanlagen, bestehende Werkstätten, Betriebe und Wohngebäude mit schönen Gärten und Obstbäumen, heißt es im Abschlussbericht.

Die Revitalisierung des teilweise stark verrohrten Rohdener Bachs steht in der Entwicklungsstrategie mit an oberster Stelle. Geld dafür könne bei der Umsetzung der Gewässerrahmenrichtlinie aus Töpfen der EU und des Landes fließen. Der Handlungsleitfaden für die Ortschaft, der für die nächsten zehn bis 15 Jahre angelegt ist, umfast auch etliche Problempunkte, wie zu hohe Fahrgeschwindigkeiten in Rohden und Rohdental und den Schwerlastverkehr vom Steinbruch Segelhorst durch den Ort. Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und die Vernetzung der Ortsteile Segelhorst, Rohdental und Rohden haben hohe Priorität, heißt es. Neben der Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit an neuralgischen Stellen gehört auch die Entwicklung baulicher Maßnahmen für Kinder, Senioren, Radfahrer und Wanderer an der L 434 zum Konzept.

Im Bereich Freizeit und Tourismus ist der Ausbau vorhandener touristischer Attraktionen und Anlaufpunkte vorgesehen, die Anbindung an den Premiumwanderweg Weserbergland nebst Orientierungshilfen gehört dazu.

Das Entwicklungskonzept Rohden soll die sozialen Strukturen vor Ort stärken, ein familienfreundliches Wohnumfeld schaffen, das Ortsbild verbessern, die Siedlungsentwicklung nachhaltig beeinflussen und dabei kulturhistorische Bezüge und Besonderheiten im Dorf erhalten oder wiederherstellen. Betriebe, Flächenzuschnitte und Wegebeziehungen für Landwirtschaft und Handwerk sollen gestärkt werden.

Vom Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur wurde das Entwicklungskonzept, zu dem auch ein Wohnmobilstellplatz am Kalkofen zählt, positiv bewertet. Der Bauleitplan dazu laufe, wurde mitgeteilt. Ausschussmitglied Claus Clavey fragte nach, ob es denn einen Investor für das Projekt gebe, was bejaht wurde. Seine Feststellung dazu: „Wenn da einer das Geld ausgeben will, na bitte, soll er es ausgeben.“

Die Revitalisierung des Ellerbachs steht im Handlungsfeld Natur und Kulturlandschaft an oberster Stelle.

Foto: gro



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