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Musikkorps der Stadt und Gesangssolist Thorsten Sturmhöfel gefallen im Baxmann-Zentrum

Überschwängliche Spielfreude erlebt

HESSISCH OLDENDORF. Mit einem fulminanten Schlusspunkt unter dem Titel „Swing and Latin with Michael Bublé“ brillierten das Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf und Gesangssolist Thorsten Sturmhöfel als Michael Bublé beim 48. Jahreskonzert im Baxmann- Zentrum.

veröffentlicht am 27.11.2017 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 27.11.2017 um 21:00 Uhr

Spielfreudeund Virtuosität zeichnen das 48. Konzert des Musikcorps der Stadt Hessisch Oldendorf aus. Foto: ubo
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Autor

Uwe Bosselmann Reporter
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Die überschwängliche Spielfreude des symphonischen Blasorchesters und des Solisten unter dem Leitspruch „Takt Fest“ riss die Zuhörer so mit, dass sie das Orchester und Thorsten Sturmhöfel erst nach zwei Zugaben entließen.

„Ein schönes Konzert, besonders die Gesangseinlagen von Thorsten Sturmhöfel waren toll“, freuten sich Brigitte und Horst Beißner nach dem Konzert. „Eine großartige Leistung war das anspruchsvolle ,Music for a Festival' von Philip Sparke“, begeisterte sich Horst Beißner noch immer. Dessen drei Sätze beinhaltete eine kraftvolle Fanfare als roten Faden, einen kammermusikalischen Mittelteil und einen rasanten kraftvollen Schlussteil. „Das Niveau war sehr hoch und wir haben das Gefühl, dass sich das Orchester jedes Jahr steigert“, waren sie sich einig. „Es war richtig gut“, freute sich auch Linda Beißner aus Welsede. „Besonders das abwechslungsreiche Programm mit bekannten und weniger bekannten Stücken, das Generationenorchester und der Sänger waren toll.“

Zuvor bewies das 47-köpfige Stammorchester sein ganzes Können und Taktfestigkeit bei verschiedensten Rhythmen aus aller Welt. Für sein Programm hatte das Orchester weltbekannte Komponisten ausgesucht. Ob Derek Bourgeois (Serenade Opus 22), Leonard Bernstein (The Wrong Note Rag), besonders schwierig, weil „falsche“ Töne zur richtigen Zeit gespielt werden müssen und auch Klassiker von Carlos Santana, Earth, Wind & Fire, Stevie Wonder sowie Rafael Hernandez (El Cumbachero). Immer zeigten die Musiker unter der Leitung von Stephan Oefler Spielfreude, kraftvolles Temperament und Virtuosität, besonders auch in den Soli von Diana Weiß (Saxofon), Anke Marxen (Flöte), Susanne Matthaei (Fagott) und Henning Brautlecht (Trompete).

Eine Art Uraufführung erlebten die Zuhörer mit dem „Von-Treitschke-Marsch“, der vermutlich zwischen 1884 und 1887 von Heinrich Christoph Röpenack, seinerzeit königlich-sächsischer Musikdirektor in Meißen, komponiert wurde und der Defilier-Marsch des 3. Jägerbataillons Nr. 15 war. Röpenack wurde in Hessisch Oldendorf 1847 geboren und war der Ur-Ur-Großonkel von Petra Röpenack-Schäfer. Sie besaß das verschollene Orchestermaterial aus der Feder ihres Ur-Ur-Großonkels in Form eines Klavierauszugs aus dem Jahr 1890 und einer historischen Tonaufnahme. Den gedruckten Klavierauszug ließ Dirigent und Arrangeur Matthias Wegele rekonstruieren und schenkte den Marsch dem Musikkorps im Sommer. Das Orchester bedankte sich bei Petra Röpenack-Schäfer mit einem Ehrenplatz auf dem „Roten Sofa“ in der ersten Reihe.

Vor dem Stammorchester führte das 27-köpfige Generationenorchester mit ihrer bemerkenswerten Altersspanne von zehn bis 78 Jahren unter der Leitung von Anja Göhmann die Zuhörer in entferntere Musikwelten.

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