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„Grill-Arena“ baut für 400 000 Euro

Über Hürden zur Schule für das perfekte Steak

Hessisch Oldendorf. Am Steinbrinksweg in Hessisch Oldendorf wird eifrig gewerkelt: Auf dem Gelände der Firma „Grill-Arena“ entsteht ein modernes Ausstellungs- und Schulungszentrum, in dem künftig professionelle Grillseminare abgehalten werden sollen. „Im vergangenen Jahr hatten wir über 1000 Teilnehmer bei unseren Seminaren. Der Zulauf ist rasant. Wir wollen diesen Bereich deshalb weiter ausbauen“, sagt Martin Prigann, Assistent der Geschäftsführung bei dem Grillfachhändler.

veröffentlicht am 25.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Bevor die Bagger anrücken konnten, hatten die „Grill-Arena“-Inhaberin Sabrina Gebbe und ihr Team einige kleinere baurechtliche Hürden zu überwinden. So musste der Fußboden im Erdgeschoss etwas angehoben werden, teilt der Landkreis auf Nachfrage mit. Denn der 350 Quadratmeter große Neubau, der die Firma insgesamt 400 000 Euro kostet, liegt zum Teil im Überschwemmungsgebiet der Weser. Deshalb wurden der Landkreis und die Untere Wasserbehörde an dem Bauvorhaben beteiligt. In einer gemeinsamen Gesprächsrunde seien die notwendigen Details geklärt worden, berichtet Prigann. „Stadt und Landkreis haben sich hier wirklich dicht am Unternehmer orientiert“, lobt er die Zusammenarbeit mit den Behörden.

Seit drei Wochen wird nun schon gebaut. Gestern waren die Dachdecker vor Ort, um die Pfannen auf den Rohbau zu setzen. „Wir rechnen damit, dass wir Anfang Mai mit dem Außenausbau fertig sind. Dann geht es an den Innenbereich. Alles geht wirklich im Rekordtempo“, sagt der Assistent der Geschäftsleitung.

Das Gebäude soll Platz für größere Veranstaltungen und Schulungen, zum Beispiel für Betriebsfeiern oder ausgefallene Hochzeiten, mit bis zu 100 Personen bieten und wird im Stil eines American Dinners mit Sportsbar gestaltet. „Wir wollen für den Kunden das passende Ambiente für ein tolles Grillerlebnis schaffen“, sagt Prigann.

Die „Grill-Arena“ ist seit 2011 vor Ort und hat sich nach eigener Aussage in dieser Zeit wirtschaftlich gut entwickelt. „Wir sind seit drei Jahren auf Expansionskurs und haben Zuwächse im hohen zweistelligen Bereich.“ Derzeit beschäftige der Grillfachhändler zwölf Mitarbeiter – Tendenz steigend. Seit Mitte 2014 sei man zudem „bundesweit Marktführer im Internetbereich“, was den Verkauf von hochwertigen Grills und Zubehör angehe, berichtet Prigann. Nun werde der Schulungsbereich sowie die Ausstellung, die bereits jetzt zu den größten in Norddeutschland gehört, deutlich erweitert.

In einem normalen Grillseminar erlernen 25 Teilnehmer, wie man ein Steak zubereitet. Dabei komme es auf die Garzeit, die -temperatur und die verwendeten Zutaten an, sagt Prigann. „Grill-Arena“ habe sich auf Premiumgrills in einem höheren Preissegment spezialisiert. „Das kann man nicht mit einem Holzkohlegrill aus dem Baumarkt vergleichen. Bei den Gasgrills, die übrigens auch in der Gastronomie verwendet werden, erreicht man viel höhere Temperaturen. Bis zu 1000 Grad Celsius. Dagegen ist ein Holzkohlegrill ein kleiner Fön“, meint der Experte.

Bau einer dritten

Logistikhalle geplant

Die Firma will auf dem 5500 Quadratmeter großen Gelände noch weiter expandieren. Die Planungen für eine 600 Quadratmeter große Logistikhalle – es wäre die dritte am Standort – laufen. „Wir warten im Moment das finale Okay aller Beteiligten ab“, erklärt Prigann. Das neue Gebäude soll in östlicher Richtung an die im vergangenen Jahr errichtete Halle gebaut werden. Zwei Drittel des Areals liegen aber außerhalb des im Bebauungsplan bestimmten Bereichs auf einer Fläche, die „für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ festgesetzt wurde. Zudem liegen Teile des Grundstücks, das der Stadt gehört, ebenfalls im Überschwemmungsgebiet der Weser.

Deshalb musste der Hessisch Oldendorfer Planungsausschuss einer Änderung im Bebauungsplan zustimmen. Die Firma hat nun die Aufgabe, für Ausgleichsflächen zu sorgen, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt. Man stehe dazu in Verhandlungen mit Stadt, Landkreis und der Unteren Wasserbehörde, sagt Prigann. Er schätzt, dass in der zweiten Jahreshälfte mit dem Bau begonnen werden kann. „Wenn alles nach Plan läuft.“



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