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Initiative „Augen auf!“ hilft vielen

30 000 Euro für bedürftige Kinder

HESSISCH OLDENDORF. Genau 30 100 Euro – mit dieser enormen Summe hat „Augen auf! Initiative für Kinder“ im vergangenen Jahr 105 Familien mit insgesamt 301 Kindern unterstützen können.

veröffentlicht am 09.01.2018 um 18:11 Uhr

In Hemd und Fliege: „Augen auf!“-Teamer beim Empfang des Kirchenkreises. Foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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Erneut geschah das in Form von Einzelhilfen in Höhe von 100 Euro pro bedürftigem Kind. Zum Vergleich: 2016 waren es 27 900 Euro, also 279 Kinder, die die „Augen auf!“-Einzelzuwendungen erhielten, 2015 25 400 Euro, die auf 254 Kinder verteilt wurden.

Silke Schmidt, die im Gemeindehaus am Kirchplatz als Schuldnerberaterin tätig ist, bearbeitet ehrenamtlich für „Augen auf!“ jene Anträge. Sie stammen von Alleinerziehenden, Geringverdienern, Arbeitslosen, Migranten, die vor Jahrzehnten ins Stadtgebiet zogen und Flüchtlingen, die allesamt finanziell nicht über die Runden kommen.

Wie schafft es eine Initiative wie „Augen auf!“, mal eben mehr als 30 000 Euro an bedürftige Kinder verteilen zu lassen? Vielleicht beeindruckt manchen Spender, dass Jugendliche das Gesicht der Initiative sind. 25 sind es aktuell – so viele wie nie zuvor, die sich engagieren, um einerseits für Kinder und Jugendliche Freizeitaktivitäten auf die Beine zu stellen und andererseits möglichst viele Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln. Dafür lassen sich die Jugendlichen vor so manchen Karren spannen: So übernahmen sie beispielsweise in weißem Oberhemd und Fliege Garderoben- und Thekendienst bei einem Empfang des Kirchenkreises und sammelten auf diese Weise Spenden in Höhe von 900 Euro.

Als „Augen auf!“ vom TSV Hannover-Burgdorf 35 Eintrittskarten für ein Hallenhandballbundesligaspiel geschenkt bekam, organisierten die Jugendlichen die Hin- und Rückfahrt. Maxim (17), Finn (17), Ole (20), Dianna (15) und Lisa (14) begleiteten die Gruppe der 8- bis 15-Jährigen nach Hannover und bescherten allen damit einen unvergesslichen Tag. „Gerade in den letzten Wochen hatten wir Teamer eine Menge Termine – aber das ist eine gute Sache und macht uns richtig Spaß“, erklärt Finn. Auch wenn sich die Teamer über die Maßen in der Initiative engagieren und regelmäßig gespendet wird, sind für 2017 bislang nur 20 691,42 Euro zusammengekommen (durch Kollekten und Spenden, 3000 Euro aus dem Stadtsäckel und 1000 Euro aus der Bürgerstiftung Weserbergland). Sie stehen den 30 100 Euro an Einzelhilfen und Sachausgaben von 2354 Euro für „Augen auf!“-Projekte wie Obstteller und Mahlzeit gegenüber. Damit beläuft sich das Defizit auf 12 522,45 Euro. Im Vorjahr konnten rote Zahlen noch durch Rücklagen aus dem Kirchenkreis in Höhe von 9000 Euro aufgefangen werden. „Wir hoffen auf Zuschüsse durch die Aktion ‚Hand in Hand in Norddeutschland‘ und den Kirchenkreis, der uns in den letzten Jahren mehrfach finanziell geholfen hat“, sagt der Geschäftsführer der Initiative, Pastor Michael Hensel und betont: „Sollte das nicht klappen, wird die St. Marien-Gemeinde den fehlenden Betrag aus Rücklagen für Diakonische Arbeit ausgleichen, die Gewährung der Einzelhilfen wird dann aber wohl in dieser Form beendet werden müssen.“

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