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Hessisch Oldendorf wird das Jahr 2017 wohl mit einem finanziellen Polster abschließen

2,5 Millionen Euro Überschuss

HESSISCH OLDENDORF. Die Stadt Hessisch Oldendorf wird das Jahr 2017 wohl mit einem finanziellen Überschuss von rund 2,5 Millionen Euro abschließen. Das Polster setzt sich aus Zuschüssen sowie den erhöhten Steuern zusammen. Außerdem wurden Gehälter im sozialen Bereich gespart, da die Stellen nicht besetzt werden können.

veröffentlicht am 23.10.2017 um 15:52 Uhr

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Johanna Lindermann

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Finanziell steht es im Moment gut um die Stadt Hessisch Oldendorf. „So, wie es derzeit aussieht, werden wir das Jahr 2017 mit einem Überschuss von rund 2,5 Millionen Euro abschließen“, sagt der Vorsitzende des Finanzausschusses, Karlheinz Gottschalk.

Das finanzielle Polster, das die Stadt in diesem Jahr erwirtschaftet hat, setzt sich dabei aus verschiedenen Stellen zusammen. Zum einen sind der Stadt Zuschüsse des Landes Niedersachsen in Höhe von 1,3 Millionen Euro ausgezahlt worden. Dahinter verbergen sich die sogenannten Bedarfszuweisungen für finanziell schwache Kommunen. Um diese Gelder – jeweils 670 000 Euro für die Jahre 2016 und 2017 – zu erhalten, hatte die Stadt 500 000 Euro einsparen müssen. Dies war Anfang des Jahres mit der Erhöhung der Grund-, Gewerbe- und Hundesteuern umgesetzt worden. Durch diese Gelder werden die Fehlbeträge der Stadt – die zuletzt bei rund 6,7 Millionen Euro lagen, reduziert.

Daher haben darüber hinaus natürlich auch die erhöhten Steuern, vor allem die Gewerbesteuer, in diesem Jahr zu einer Mehreinnahme für die Stadt geführt, fährt Gottschalk fort. Für die Stadt bedeutet das eine zusätzliche Summe von rund 785 000 Euro.

Der dritte große Posten, der zu Einsparungen der Stadt geführt habe, sei eigentlich kein erfreulicher, sagt Frank Werhahn, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters. „Wir finden im Moment einfach niemanden, um im sozialen Bereich Stellen zu besetzen.“ Betroffen seien etwa die Kindergärten und Krippen, es fehle beispielsweise an Sozialassistenten. Aufgrund des fehlenden Personals seien Gehälter in Höhe von rund 250 000 Euro eingespart worden. Doch darüber freut sich im Rathaus aber niemand. „Das ist ein großes Problem“, so Werhahn, denn die Stadt würde die Stellen gerne wieder besetzen. „Wir freuen uns über jede Bewerbung.“

Schon im ersten Quartal des Jahres 2017 hatte die Stadt, die für dieses Jahr nach vielen Jahren erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte, positive finanzielle Ergebnisse vorlegen können. Hier war Geld vom Landkreis für die Kinderbetreuung sowie vom Land Niedersachsen geflossen.

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