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12-Jähriger lässt Westerwelle alt aussehen

 Hessisch Oldendorf (doro). „Wie würden sie Kindern in meinem Alter das Wort Finanzkrise erklären?“ fragte Florian Siebert Guido Westerwelle bei der Bundespressekonferenz in Berlin - und bekam eine denkwürdige Antwort.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 02:41 Uhr

Westerwelle
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Hessisch Oldendorf (doro). „Meine Damen und Herren, daran nehmen Sie sich mal ein Beispiel“, forderte FDP-Chef Guido Westerwelle, als Fabian Siebert (12) ihm bei der Bundespressekonferenz in Berlin die Frage stellte: „Wie würden sie Kindern in meinem Alter das Wort Finanzkrise erklären?“ Warum der FDP-Partei- und Fraktionschef das wollte, verwundert allerdings, denn die einfache wie kluge Frage des Schülers aus Fischbeck, der als Kinder-Reporter für Radio Aktiv unterwegs war, brachte den FDP-Parteichef sichtlich aus dem Konzept. Ein unbekanntes Ziel in der Ferne fixierend tat Westerwelle mit kleinen Denkpausen kund: „Finanzkrise ist, wenn mit Abstand zu wenig Geld im Portemonnaie ist, weil vorher alles krumm und schief gegangen ist.“ Anschließend fragte er den jungen Reporter nach seinem Alter. „12? Na, dann bleibt es bei meiner Antwort“, erklärte der Westerwelle nachdrücklich und ignorierte, dass eine ausführlichere Erklärung wohl Menschen jeden Alters interessiert hätte.
 „Ich fand die Antwort eigentlich ziemlich doof“, sagt Fabian Siebert heute. Eine Meinung, mit der er nicht allein dasteht: Das Fernsehmagazin Frontal 21 befand den Auftritt Westerwelles für derartig blamabel, dass die Szene in der Satire „Toll!“ bundesweit gesendet wurde. Schlecht gelaufen für Guido, gut für Fabian. Zur Ehrenrettung des FDP-Politikers soll an dieser Stelle jedoch nicht verschwiegen werden, dass er die zweite Frage des Schülers „Wie wird man Politiker“ zu Fabians Zufriedenheit beantwortete.
 Mit der Frage nach der Finanzkrise hat es der 12-Jährige schon weit gebracht in seiner noch jungen Karriere als Fernsehreporter. Und das ist wichtig, denn schließlich will er sich mit dem Beitrag für den Landesmedienpreis in der Rubrik „Wirtschaft“ bewerben (die Endausscheidung ist im Dezember).
 



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