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24 Feuerwehren haben beim Umwelttag in Hessisch Oldendorf aufgeräumt – und die alten Dinger gefunden

112 Autoreifen illegal entsorgt

HESSISCH OLDENDORF. 112 Pkw-Reifen (mit und ohne Felge) haben die 24 Ortswehren beim Umwelttag im Stadtgebiet zusammengetragen. Zusätzlich hinterließen Umweltsünder 13 große Schlepperreifen, die ein Feuerwehrmann alleine gar nicht in den Anhänger wuchten konnte.

veröffentlicht am 03.04.2017 um 19:35 Uhr

Bauhof-Mitarbeiter Björn Peter (li.) nimmt von der Ortswehr Höfingen entgegen, was die so alles an Unrat aufgesammelt und auf dem Anhänger angeliefert hat. foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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Was machen Sie eigentlich so mit Ihren alten Autoreifen, die für den Straßenverkehr nicht mehr zugelassen sind? Zum Haussperrmüll dürfen sie nicht gestellt werden, die Entsorgung über Autohändler kostet, sie zum Recycling an die entsprechende Stelle weiterzuleiten, klingt kompliziert. Na, dann vielleicht eine kleine Spritztour in den Wald – und schon sind Sie die sperrigen Dinger los!

Wer denkt: „Das macht doch keiner!“, der täuscht sich gewaltig. 112 Pkw-Reifen (mit und ohne Felge) haben die 24 Ortswehren beim Umwelttag im Stadtgebiet zusammengetragen. Freunde des Kopfrechnens haben schnell heraus: Das macht 28 Fahrzeuge ohne Reifen. Zusätzlich hinterließen Umweltsünder 13 große Schlepperreifen, die ein Feuerwehrmann alleine gar nicht in den Anhänger wuchten konnte. „Diese Anzahl ist schon heftig“, meint Baubetriebshof-Leiter Hans-Friedrich Priebe.

Beim großangelegten Frühjahrsputz der Freiwilligen Feuerwehr wurden die Aktiven am Wochenende von Mitgliedern von Dorfgemeinschaften, Kinder- und Jugendwehren unterstützt. Inmitten wunderschöner Landschaft sammelten sie natürlich noch so manch anderes außer Reifen auf: mehrere Waschbecken, Bauschutt, Sondermüll wie Kanister mit Ölen sowie undefinierbare Flüssigkeiten, Asbestsachen, zwei Fernsehgeräte – und ein Surfbrett. Das lieferte gleich die erste Ortswehr, die bei Bauhof-Mitarbeiter Björn Peter Halt machte, die Fischbecker, an. Achtlos liegengelassen oder bewusst entsorgt hat das Sportgerät womöglich ein Besucher der Kiesteiche. Mit vollgepackten Transportern und Anhängern trafen nach und nach alle weiteren Wehren ein, zuletzt die Hessisch Oldendorfer.

Als sie den Bauhof verließ, waren die Mulden mit über 30 Kubikmeter Müll gefüllt – fast so viel, wie in einen 7,5-Tonner-Umzugswagen passt. „Der alljährliche Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr ist bemerkenswert – super, dass die das so machen“, lobt Priebe.

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