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Kleinkunstspektakel überrascht auf der Osterwaldbühne

Zwischen Comedy und Akrobatik

OSTERWALD. Was ist das jetzt? Ein durchgeknalltes Wesen aus dem All in lila Boxershorts? Ein kreischender Kobold aus dem Märchenbuch mit Kochmütze? Oder ein Easy-Rider-Möchtegern mit lederner Fliegerkappe, der einen Zuschauer namens „Henning“ zu einem Motorrad umfunktionieren will? Die 570 Besucher des „4. Kleinkunstspektakels“ auf der Osterwaldbühne lachen Tränen über das quirlige Kerlchen, das leicht wie eine Feder in einem Affenzahn von der Bühne in die Zuschauerreihen hüpft.

veröffentlicht am 22.08.2016 um 08:57 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Aber nicht nur der aus New York stammende und in Berlin lebende „Quatschprofi“ Jeff Hess hat zu einem gelungenen Varieté-Abend in Osterwald beigetragen. Auch die anderen Akteure haben mit ihrem rasanten Bühnenprogramm aus Witz, Akrobatik und Artistik die Zuschauer in Atem gehalten und immer wieder aufs Neue überrascht.

Moderator Robert Woitas entpuppte sich als Sprachakrobat, der mit seinen oft schrägen Pointen für eine Lachsalve nach der anderen sorgte. Ein harter Brocken beispielsweise war die verbale Wanderung, die der Comedian in das Himalayagebirge unternahm, um die Yetis zu besuchen. Nichts zu essen auf der ganzen Strecke. Er habe ausschließlich von Askese gelebt. „Leute, ich aß einen Askese nach dem anderen Askese“, schrie Woitas verzweifelt ins Publikum, das Entsetzen an die wenig erfreulich kulinarische Erinnerung stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Von Indien dann nach Großbritannien, aber nicht mit Woitas, sondern mit den „very britishen“ Herren Schröder und Schultze vom „WallStreet-Theatre“ aus Köln. Das Duo überzeugte mit trockenstem englischem Humor, herrlichem Mimen- und Mienenspiel, einer peppigen Artistik und ihrer Weltanschauung über die Schweiz. Die Schweizer nämlich seien im Gegensatz zu den Engländern extrem langsam. „Während die Schweiz immer noch nicht in der EU ist, sind die Briten längst schon wieder draußen“, philosophierten sie.

Überzeugt mit trockenem englischem Humor: Das Duo „WallStreetTheatre“. Foto: sto

Wie immer gehörte zum Kleinkunstspektakel, das in Zusammenarbeit mit Niels Weberling erfolgte, auch atemberaubende Akrobatik. Helena Lehmann aus Berlin zog die Zuschauer mit einer sinnlichen Kombination aus Akrobatik, Tanz und Poledance in den Bann. Einblicke in die Kunst, auf einem Brett zu stehen, das auf einer wackligen Rolle liegt, gewährte in schwindelerregender Höhe der Rola-Rola-Artist Maxik Kriger.

Am Samstag, 27. August, und Sonntag, 28. August, jeweils um 15.30 Uhr, finden die beiden letzten Vorstellungen des Nachmittagsstücks „Robin Hood“ statt. Das Abendstück „Schlager lügen nicht“ ist noch in sechs Vorstellungen bis zum 10. September zu sehen. Karten unter 05153/96069.



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