weather-image
16°

Der Ortsrat in Wallensen diskutiert mit Bürgern über das umstrittene Konzept zur Schulschließung

Zumindest über die Konfliktlinien ist man sich einig

Wallensen. Pessimistische Rechnungen, frisierte Statistiken und der Vorwurf, Wallensen des wichtigsten Standortfaktors berauben zu wollen: Diese Vorwürfe stehen nach der emotionalen Rede von Elternvertreter Jens Kottlarz im Raum. Adressat der Ausführungen ist Wallensens Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner, der stellvertretend für die anderen Ratsmitglieder das bereits seit Wochen bekannte Konzept zur Grundschulenschließung im Flecken Salzhemmendorf im Rat zur Diskussion stellte.

veröffentlicht am 08.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

Autor:

Jobst Christian Höche
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Ortsrat Wallensen hat die offizielle Sitzung für eine Bürgerfragestunde unterbrochen. Mit den rund zehn Elternvertretern wird ab diesem Zeitpunkt weniger über Inhalte des Konzeptpapiers, als vielmehr über die Art und Weise des Zustandekommens diskutiert. Während der Rat mehrfach unterstreicht, dass das Dokument keinerlei Rechtskraft besitze und nur als Diskussionsgrundlage diene, machen verschiedene Eltern ihrem Ärger zum wiederholten Mal Luft. Sie seien vor Erstellung des Papiers nicht gehört worden.

Viel inhaltlich Neues hat die öffentliche Debatte im Ratskeller nicht gebracht. Einmal mehr wurden die Konfliktlinien deutlich, an denen entlang der Kampf um die Grundschulen im Flecken geführt wird. Bürgermeister Grießner führte demografischen Daten ins Feld. Seien heute noch 63 Kinder in der Grundschule angemeldet, „werden es 2016 nur noch 37 Schüler sein“, so Grießner. Die fallende Geburtenkurve sei nicht wegzudiskutieren. Aller Statistik zum Trotz stellt Schulvorstand Jens Kottlarz den Standortfaktor Grundschule in den Vordergrund. Die Abwanderung aus der Region werde durch das Fehlen einer Grundschule noch beschleunigt, eine Schließung sei mit ihm nicht zu machen. Auch Grundschulleiterin Silke Stenger meldet sich zu Wort. Sie verweist auf die hohe Qualität der Ausbildung der Schule und der Integrationsprojekte und macht sich für den Erhalt der Schule stark.

Neue Argumente für oder gegen die Schließung kommen nicht auf den Tisch. Immerhin ein Beschluss wurde gefasst: Noch bis zum Februar können Politiker, Eltern und Vertreter der Schule gemeinsam am Konzept arbeiten und Änderungen einbringen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?