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Zukunftssorgen im Hüttenstollen

Politik tut sich schwer mit längerer Festschreibung der Zuschüsse fürs Museum

veröffentlicht am 12.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:43 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Osterwald. Die Finanznöte deutscher Städte und Gemeinden schlagen auch auf die Kulturfinanzierung durch. Am eigenen Leibe zu spüren bekommt das zur Zeit Hans-Dieter Kreft, Vorsitzender des Vereines zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald, der das dortige Besucherbergwerk und Museum im Hüttenstollen betreibt: Jahr für Jahr bittet Kreft den Flecken Salzhemmendorf um einen Zuschuss zu den Betriebskosten des Museums, trotz „vielfältiger Aktivitäten und ausgeweiteter Werbung“ gelinge es nicht, die Besucherzahlen in dem Maße zu erhöhen, dass eine Deckung der Betriebskosten erreicht werde, heißt es in dem jüngsten Antrag. „Das ist nicht ungewöhnlich, ein Museum, das kostendeckend arbeitet, werden Sie in Deutschland nicht finden“, sagt Kreft. In den vergangenen zwei Jahren gewährte die Gemeinde dem Bergmannsverein einen Zuschuss von 5000 (für das Jahr 2012) und 7000 Euro (für das Jahr 2013), beantragt hatte der Verein 7000 (2012) und 9000 Euro (2013).

Für das kommende Jahr bat der Vereinsvorsitzende im Ausschuss für Kultur und Tourismus nun erneut um einen Zuschuss in Höhe von 9000 Euro – und um etwas Planungssicherheit: „Wir hangeln uns im Moment von Jahr zu Jahr“, sagte Kreft, „dabei sind die Rahmenbedingungen eigentlich immer dieselben: Wir haben in jedem Jahr Ausgaben von rund 20 000 Euro, 7000 bis 9000 Euro davon können wir nicht aus eigener Kraft aufbringen.“ Um auf beiden Seiten – im Museums- sowie im Gemeindehaushalt – besser planen zu können, regte der Trägerverein nun an, den Zuschuss gleich für mehrere Jahre festzuschreiben. Doch genau damit tun sich die Salzhemmendorfer Politiker schwer.

„Ich verstehe, dass der Trägerverein Sicherheit braucht“, sagte Ausschussmitglied Karl-Heinz Grießner. Allerdings handele es sich bei der finanziellen Unterstützung des Hüttenstollens um eine freiwillige Leistung der Gemeinde, und eben diese – so die Forderung der Kommunalaufsicht – muss der Flecken zurückschrauben. Wenn der Landkreis mitspiele, könne man über eine Planung über drei bis fünf Jahre nachdenken, fügte Karsten Appold an. Doch mit einer Festsetzung auf drei bis fünf Jahre ist dem Hüttenstollen nur wenig geholfen. „Im kommenden Jahr wollen wir beim Museumsverband für Niedersachsen und Bremen einen Antrag auf Aufnahme in das Museumsregister stellen“, berichtet Kreft. Eine der Basisanforderungen für die Registrierung sei, dass die Finanzierung des Museums für sieben Jahre sichergestellt ist – nicht für drei oder fünf.

„Ich weiß, dass die Forderung nach Festsetzung für sieben Jahre unverschämt ist. Aber genau das brauchen wir“, sagte Kreft. Der Fachausschuss vertagte die Entscheidung nun auf Dezember, im Zuge der allgemeinen Haushaltsberatungen für das Jahr 2014 soll das Thema Hüttenstollen erneut beraten werden.



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