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Zukunft der Grundschule in Oldendorf bleibt ungewiss

Schließungspläne: Gutachter sieht kaum Aussichten auf Unterricht in Salzhemmendorf

veröffentlicht am 28.11.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Salzhemmendorf/Oldendorf. Die Fortschreibung des Grundschulentwicklungskonzepts für den Flecken Salzhemmendorf ist schon seit langem ein Dauerthema in den politischen Sitzungen. Nach der Schließung der Grundschulen Lauenstein und Wallensen geht es nun um die Zukunft der Grundschule Oldendorf. Der Prozess wird kontinuierlich von dem Gremium „Grundschulentwicklung“ begleitet.

Anders als erwartet, ist in den kommenden Jahren von einer noch geringeren Schülerzahl auszugehen, als 2011 prognostiziert wurde. Das Vorhaben, die Grundschule Oldendorf zu schließen und an der Grundschule Salzhemmendorf einen dreizügigen Schulbetrieb einzurichten, hat sich laut eines Gutachtens aus Kostengründen als nicht realisierbar herausgestellt. Denn: Um genügend Raumkapazität für einen alleinigen Schulstandort in der Grundschule Salzhemmendorf zu schaffen, wären erhebliche Umbaumaßnahmen und ein immenser Kostenaufwand erforderlich. In dem Gutachten wurde dargelegt, dass bei einer dreizügigen Beschulung an der Grundschule Salzhemmendorf unter Berücksichtigung der Ganztagsbetreuung und der Inklusion eine Investitionssumme von über einer Million Euro nötig wäre. Die Ratsgruppe „Aktive Bürger“ hatte im März 2014 beantragt, eine ausgeglichene Auslastung der Grundschulstandorte Oldendorf und Salzhemmendorf zu gewährleisten – solange es die Schülerzahlen zulassen. Kein Standort könne einen dreizügigen Schulbetrieb räumlich gewährleisten, heißt es in dem Antrag. Die Mehrheitsgruppe SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FWS und CDU im Rat des Fleckens Salzhemmendorf hatte der Verwaltung im Herbst eine Ergänzung zum Grundschulentwicklungskonzept des Inhalts vorgelegt, die Schule Oldendorf als Außenstelle der Grundschule Salzhemmendorf weiterzuführen.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung wurde nun über einen erneuten Antrag der „Aktiven Bürger“ beraten. Die Aktiven betonen erneut, dass keine dreizügige Grundschule an dem Standort im Ortsteil Salzhemmendorf laut Gutachten möglich ist. Sie fordern eine kontinuierliche Betrachtung der Schülerzahlen durch das Gremium „Grundschulentwicklung“ alle zwei Jahre auf Grundlage der gesicherten Geburten- beziehungsweise Kinderzahlen mit einem Planungshorizont von sechs Jahren.

Walter Kramer (SPD) schlug vor, über den Antrag der Aktiven zu einem späteren Zeitpunkt zu beschließen, da zunächst interne Beratungen mit der Mehrheitsgruppe erforderlich seien, wie er argumentierte. Dem schlossen sich auch Dr. Wilhelm Koops (Bündnis 90/Die Grünen) und Marita Schütte (CDU) an. Friedrich-Wilhelm Knust (CDU) betonte, er hätte keine Einwände, gleich zu beschließen. Die Politiker einigten sich darauf, in der nächsten Gemeinderatssitzung über den Antrag zu beschließen. Thomas Hampe mahnte, die Sache nicht auf die lange Bank zu schieben. „Wir möchten, dass es vorangeht“, betonte der Aktive.



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