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Im Ith verwandelt der Lerchensporn große Flächen in einen Blütenteppich

„Zottelhose“ in voller Pracht

Coppenbrügge/Salzhemmendorf/Lauenstein. Der Ith ist angesichts seiner Pflanzenvielfalt ein Mekka für Botaniker – und für Naturfreunde ein beliebtes Wanderziel. Auch in Wanderführern und auf vielen Internetseiten wird über die bunte Pracht informiert. „In jedem Frühjahr kommen Hunderte Besucher von nah und fern in den Ith“, betont Clemens Pommerening, Gemeindebürgermeister von Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Besonders von sich reden macht der üppig wachsende „Hohle Lerchensporn“. Derzeit steht er in voller Blüte und verwandelt große Waldflächen in einen bezaubernden weißen, violetten und fliederfarbenen Blütenteppich. Besonders wohl scheint sich „Corydalis cava“, so seine botanische Bezeichnung, im Ith oberhalb Lauensteins zwischen der „Lauensteiner Platte“ und dem „Ith-Turm“ zu fühlen, denn dort wächst er in großen Mengen. Um die bunten Frühlingsboten zu finden, brauchen Wanderer nur den Beschilderungen „Ith-Hils-Weg“ und „Ith-Turm“ zu folgen. Die vorgegebenen Wege sollten nicht verlassen werden, da das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Auch das Pflücken ist untersagt. Wegen des milden Wetters der vergangenen Tage hat die bunte Pracht des Lerchensporns nun ihren Höhepunkt erreicht. Wer die Blüte noch sehen möchte, sollte sich deshalb bald auf den Weg machen.

Der Hohle Lerchensporn, im Volksmund auch „Zottelhose“ genannt“, wächst aus einer hohlen Knolle etwa 15 bis 30 Zentimeter hoch. Seine gespornte Blüte ähnelt den gespornten Füßen einer Haubenlerche. Die Pflanze ist giftig, denn ihre Knolle erhält verschiedene Alkaloide. Früher war der Lerchensporn eine anerkannte Heilpflanze und wurde deshalb mancherorts großflächig abgebaut. Nach Auskunft des Hobbybotanikers und Heimatforschers Gernot Hüsam aus Coppenbrügge war im Ith auf den Abbau verzichtet worden, sodass der Lerchenspornbestand großflächig erhalten werden konnte. Besonders schöne Lerchenspornstellen gibt es auch an den „Bessinger Klippen“ in der Gemeinde Coppenbrügge.

Der zarte Duft des Lerchensporns ist auf der Wanderung zum Ith-Turm übrigens kaum spürbar, denn der dort in unglaublich rauen Mengen vorkommende Bärlauch programmiert die menschlichen Nasen auf Knoblauch – und nochmals Knoblauch. sto



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