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Wallenser Friedhelm Roloff hat Privatsammlung / Künftig im Haus an der Stadtmauer

Ziel ist eine Chronik zur 1000-Jahr-Feier

Wallensen (gök). Bereits in der Saalechronik (D. E. Baring 1744) wurde festgestellt: „Wallensen, ein Ort mit Geschichte!“ Das findet auch Friedhelm Roloff – er ist in Wallensen aufgewachsen und lebt mit seiner Familie noch immer in dem Ort im Saaletal. Mit Einstieg in den Männergesangsverein und nach Gesprächen mit älteren Dorfbewohnern wuchs bei Roloff mit Anfang 30 das Interesse an der Geschichte des Ortes.

veröffentlicht am 25.01.2009 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:21 Uhr

Friedhelm Roloff mit einem seiner historischen Bücher. Foto: gök
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Beispielsweise die Gespräche mit Lisa Voigt. Die inzwischen Verstorbene war Betreiberin des Eis-Cafés Voigt und wusste sehr viel über die Dorfgeschichte und die dort verwurzelten Familien zu erzählen. Die erste Veröffentlichung in Form einer Ausstellung von Fotos, gesammelter Zeitungsartikel und sonstiger Gegenstände stellte er mit Lisa Voigt zusammen Anfang der 80er Jahre bei einem Stadtfest aus.

Im Laufe der Jahre erstand er auf diversen Antik-Messen und von Privatleuten vielfältige Gegenstände wie Ansichtskarten, Bücher und vieles mehr. Besonders stolz war er auf einige Original-Briketts der Gewerkschaft Humboldt, die er von einem Apotheker aus Hameln erwarb. Die Gewerkschaft, die ihre Brikettfabrik nordöstlich von Wallensen hatte, war einer der Schwerpunkte seiner Sammlung. Die Geschichte des Werkes, die in Wallensen noch durch Bergmannsdenkmal oder Bergmannssiedlung greifbar ist, soll und wird durch den Verein Dorfkultour aufgearbeitet, bei dem Roloff natürlich im erweiterten Vorstand mitarbeitet.

Welcher Wallenser weiß denn noch, dass es in dem Ort mal eine Tankstelle oder eine Brauerei gab? Jeder jüngere Einwohner wird überrascht sein, welche Geschäftsvielfalt es einmal in Wallensen gab. Sie reichte von Bekleidungs-, Schuh- und Polstereigeschäften über die Molkerei bis hin zu zahlreichen Gastwirtschaften, wovon mittlerweile nur noch der Ratskeller in der Mitte des Ortes besteht. Aber auch in der unmittelbaren Umgebung des Dorfes gab es interessante Orte. So hat die „Siedlung“ Marienwald in der Nähe des Humboldtsees (Parkplatz Marienwald) sein Interesse geweckt.

„Dies war Marienwald wo deine Wiege stand! Es war dein Heimatort, als Kind spieltest Du einst dort“, steht auf einer der Ansichtskarten aus seiner Sammlung. Sein Vater Willi Roloff nannte das Anwesen einst das „Lustschloss vom hannoverschen König“. Das herrschaftliche Anwesen diente zuletzt als Unterkunft für die Bergarbeiterfamilien. Schließlich fiel das Anwesen nach dem Krieg dem Braunkohletagebau zum Opfer. Die Familien bezogen neuerbaute Häuser an der Schule, und die Straße wurde nach der Gebietsreform 1972 in Marienwalder Straße umbenannt. Mittlerweile hat Roloff über 100 Ansichtskarten von Wallensen aus den verschiedenen Epochen. Neben den Ansichtskarten liegt seine Leidenschaft auf der Sammlung von alten Fotografien, die das Leben im Ort dokumentieren. Vorrangiges Ziel von Roloff ist die Erstellung einer Chronik spätestens zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 2022.

Ein Teil seiner Sammlung soll in naher Zukunft einmal sein Zuhause im Haus an der Stadtmauer finden. Wer Kontakt zu Roloff aufnehmen will, kann sich unter Tel. 05186/539 oder friedhelm.roloff@t-online.de melden.



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