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Aktive Bürger fordern mehr Weitsicht bei Planung / Sicherheit für Fußgänger im Vordergrund

Wünsch dir was der Verkehrspolitik

Salzhemmendorf (ch). Seit rund einem Jahr sind sie in der Kommunalpolitik in Salzhemmendorf aktiv, seit knapp einem Monat auch als Verein: die Aktiven Bürger. Jetzt positioniert sich der Verein zur Verkehrspolitik im Flecken.

veröffentlicht am 02.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Verkehrswege sind das erste Thema, das der neu gegründete Verein öffentlich angeht. Dabei will er gezielt auf Probleme in einzelnen Ortsteilen aufmerksam machen, ist doch einer seiner Schwerpunkte die Dezentralisierung der Infrastruktur. Aus einem Bürgerforum haben die Aktiven Bürger Anregungen, Kritikpunkte und Wünsche der Bürger mitgenommen und daraus eine Liste mit Forderungen erstellt, was in welchem Ortsteil bei den Verkehrswegen verändert werden sollte, und wo sie Probleme sehen. „Verkehrswege sicher gestalten. Mängel systematisch beseitigen. Schluss mit dem Flickwerk“ steht über der Pressemitteilung. Nach Ortsteilen aufgeschlüsselt folgen Probleme, Kritik und Forderungen. Ein Wunschkonzert der Verkehrspolitik? Nein, sagen die Aktiven. „Es gibt Dinge, die wirklich machbar sind“, sagt Christoph Strüver, Vereinsvorsitzender und Mitglied im Ortsrat Oldendorf. So könne man beispielsweise gefährliche Geschwindigkeitsfreigaben zwischen den Ortschaften (beispielsweise auf dem kurzen Stück zwischen Wallensen und Thüste) einfach durch ein neues Schild lösen. Anstatt eine Straße zweimal aufzureißen, um verschiedene Arbeiten nacheinander zu erledigen, solle es auf einmal erledigt werden. Ähnlich im Fall einer Ampel, die das Überqueren der B 1 nach Wunsch der Aktiven Bürger in Osterwald erleichtern soll. „Leider versäumte es die Gemeinde bei der Sanierung 2009 gleichzeitig eine kostengünstige Ampellösung zu beantragen“, so die Kritik. „Man muss vorausschauend handeln“, sagt Thomas Hampe, einer der drei Mandatsträger der Aktiven Bürger im Gemeinderat. Als Flickwerk kritisiert der Verein das städtische Vorgehen, mal werde das eine, dann das andere erledigt, nicht systematisch genug. Wie das konkret verbessert werden und ihre verkehrspolitischen Wünsche finanziert werden sollen, wird aus der Erklärung nicht klar. Man biete an, „gemeinsam mit allen anderen Lokalpolitikern und der Gemeindeverwaltung“ an einem vorausschauenden Verkehrswegekonzept zu arbeiten.

Doch während sie hier ein Konzept fordern, wollen sie andererseits weg von zu viel Theorie und Planung: „Es geht nicht um Bürokratie, wir wollen praktisch etwas umsetzen“, sagt Jens Kottlarz, Mitglied der Aktiven Bürger. Etwas verändern wollen sie, nicht lange planen, immer wieder neue Listen mit Aufgaben erstellen, sondern ganz praktisch und unkompliziert. Doch die Wege der Verwaltung sind oft lang und kompliziert, Politik eben kein Wunschkonzert. „Ernüchternd“, erkennt Christoph Strüver. Ein Grund, die Forderungen und Erwartungen zurückzuschrauben, scheint es jedoch nur bedingt zu sein. „Wir haben gelernt, dass wir nicht auf allen Baustellen aktiv sein können“, sagt Thomas Hampe, einer der drei Mandatsträger im gemeinderat. „Wie mit dem Thema Verkehrswege wollen wir Schwerpunkte setzen. Kritisch sehe man dabei die erneute Überprüfung der Prioritätenliste zu Maßnahmen zur Verbesserung des Straßenzustands der Verwaltung. Eine Liste sei grundsätzlich sinnvoll und Veränderungen innerhalb der Reihenfolge normal, doch anstatt die Listen immer wieder zu überprüfen und zu erneuern, solle gehandelt werden. „Manche Dinge sind einfach umzusetzen“, sind sich die Aktiven Bürger, die zur Ratssitzung erschienen sind, einig. So wollen sie unter anderem erwirken, dass die Markierungen „gelbe Füße für einen sicheren Schulweg“ überall im Flecken angebracht werden. Während das Konzept in Lauenstein bereits zur Anwendung komme, sei es im Bereich Wallensen/Thüste/Ockensen, wo sich durch die neue Schulsituation auch neue Wege ergeben würden, vonnöten, bislang jedoch auch auf Anfrage von Eltern nicht umgesetzt.

Konkret angegangen werden soll eine gemeinsame Sitzung der Ortsräte Benstorf und Oldendorf, um den sogenannten „Pastorenschnellweg“ zwischen den Ortschaften als alternativen Schul- und Kindergartenweg herzurichten. Der Weg verläuft derzeit direkt an der B1. Auch andere Verkehrswege-Vorschläge wolle man in die politischen Gremien einbringen.

Der Verein Aktive Bürger war gegründet worden, um eine breitere Basis einbeziehen und auch die Arbeit besser verteilen zu können. Derzeit hat der Verein knapp 50 Mitglieder.



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