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Ortsräte sollen Liste überarbeiten

Wo sind noch schützenwerte Bäume?

SALZHEMMENDORF. Soll Salzhemmendorf noch weitere Bäume unter Schutz stellen? Mit dieser Frage sollen sich in nächster Zeit die Ortsräte im Flecken befassen.

veröffentlicht am 31.01.2017 um 15:01 Uhr

Die Fällung von Ahornbäumen am Limberger Weg sorgte im vergangenen Jahr für Ärger. Nun soll nach einem Vorschlag von Karsten Appold (Grüne) die Baumschutzsatzung des Fleckens überarbeitet werden.
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Geschützte Bäume dürfen nicht entfernt, geschädigt oder in ihrer Gestalt wesentlich verändert werden. So steht es in der Satzung über den Schutz des Baum- und Heckenbestandes für das Gebiet des Fleckens Salzhemmendorf. „Wenn jemand so einen Baum beseitigen möchte, dann muss er schon gute Gründe dafür haben“, sagt Bauamtsleiter Wolfgang Kapa. Dabei ist es egal, ob die geschützten Bäume auf Gemeindegrund oder einer privaten Fläche stehen.

Generell geschützt sind Laub- und Nadelbäume außerhalb von Ortschaften mit einem Stammumfang von 80 Zentimetern und mehr. Auch Hecken sowie Gehölzgruppen (bestehend aus mindestens fünf Büschen oder Bäumen) sind geschützt. Ausgenommen sind Obstbäume (außer Walnussbäume und Esskastanien).

Innerhalb von Ortschaften stehen hingegen nur bestimmte Bäume unter Schutz. Beispielsweise zwei Kastanien an der Adresse Lange Straße 57 in Thüste, eine Buche An der Bimmelglocke 5 in Osterwald oder auch vier Linden an der Kirchhofstraße in Hemmendorf. Die Liste der Bäume wurde 2004 auf Vorschlag der einzelnen Ortsräte aufgestellt.

Allerdings finden sich darin nur Bäume aus den Ortsteilen Lauenstein, Hemmendorf, Osterwald, Benstorf, Thüste und Wallensen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Salzhemmendorf keinen schützenswerten Baum gibt. Das sollte auf einen Stand gebracht werden“, sagt Karsten Appold (Grüne). Der Vorsitzende des Bauausschusses hatte eine Überarbeitung der Liste in der jüngsten Sitzung angeregt.

Appold schlägt vor, das Thema in die Ortsräte zu geben, die in einer ihrer kommenden Sitzungen über Änderungen nachdenken sollen. Abschließend müsste einer Änderung der bisher geltenden Satzung noch der Rat zustimmen.

Neben den Bäumen, die in der Satzung des Fleckens aufgelistet sind, führt auch der Landkreis Hameln-Pyrmont eine Liste von Naturdenkmalen – darunter auch etliche Bäume – die über eine entsprechende Verordnung unter einen besonderen Schutz gestellt sind. Hier findet sich beispielsweise die Tilly-Linde in Hemmendorf oder der Wasserbaum in Ockensen (als Quelle, nicht als Baum).

Kritik an Appolds Vorschlag kam von Udo Stenger (BWG). „Immer wenn man nichts zu tun hat, macht man so ne Satzung“, sagt Stenger. Dass Bäume wie die Tilly-Linde geschützt sind, finde er zwar gut, sich aber bei der Frage, ob andere Bäume gefällt werden sollen oder nicht, auf eine Satzung zu berufen, sei nicht in Ordnung, sondern Gängelei. Appold hingegen hält dies nicht für „Gängelei“. „Es geht nur um eine gewisse regulierende Wirkung.“

In der jüngsten Vergangenheit sorgte die Fällung einiger Ahornbäume am Limberger Weg in Salzhemmendorf für Ärger. Die Entscheidung des von der Gemeinde hinzugezogenen Gutachters wurde dabei infrage gestellt.



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