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Unliebsame Überraschung auf B1

Wo kommt das Wasser her?

COPPENBRÜGGE. Ab Mitte März hatten Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 1 Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Jetzt rollt der Verkehr wieder. Doch ist unserem Leser Peter Neff als täglichem Nutzer der Straße etwas aufgefallen, was ihm die Freude am niegelnagelneuen Fahrbahnbelag doch etwas vermiest:

veröffentlicht am 31.08.2017 um 14:33 Uhr
aktualisiert am 31.08.2017 um 17:20 Uhr

Nach Regenfällen tritt kurze Zeit später Wasser an die Oberfläche der frisch sanierten Bundesstraße zwischen Afferde und Coppenbrügge. Foto: fn
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Nach Regenfällen und anschließender Trocknung des Straßenbelags tritt an mehreren Stellen – hauptsächlich im Bereich des Scheckens – noch ein bis zwei Tage später Wasser aus den Nahtstellen im Mittellinienbereich. Es verbreitet sich jeweils in Gefällerichtung und wird von den Autos noch weiter verteilt. Das betrifft auch die Abfahrt nach Bisperode.

Peter Neff: „Nach meiner laienhaften Meinung bedeutet das, dass sich bei Regenfällen an mehreren Stellen Wasser unter der Deckschicht sammelt und sich seinen Weg bergab sucht, um an undichten Stellen auszutreten. Das könnte im Winter zu Glatteisbildungen führen, die besonders für Motorradfahrer gefährlich werden können. Außerdem könnte eine großflächige Eisbildung unter dem Straßenbelag zu Frostaufbrüchen führen.“

Den Wasseraustritt aus dem Straßenbelag hat man übrigens auch schon bei der zuständigen Geschäftsstelle der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entdeckt. Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin im Geschäftsbereich Hameln, betont: „Die Baumaßnahme ist von uns noch nicht abgenommen.“ Was heißt: Die Bau ausführende Firma steht in der Nachbesserungs-Pflicht. Die Behörde hat die Straßenbau-Firma bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert und Bohrkerne in die fehlerhaft erscheinenden Straßenbereichen gezogen, um in Erfahrung zu bringen, woher das Wasser kommt. Uta Weiner-Kohl erklärt dazu: „Weshalb Wasser aus dem Belag austritt, kann man momentan noch nicht genau sagen. Wir müssen prüfen, ob das Wasser von den Seiten in die Schichten eindringt oder von unten durch den Belag drückt.“ Erst dann könne man entscheiden, wie für Abhilfe gesorgt werden kann.

Dass schlimmstenfalls die Deckschicht der Straße wieder abgefräst werden muss, will man derzeit bei der Straßenbaubehörde noch nicht annehmen. Doch auch einen solchen Fall gab es bereits: Nach der Sanierung der B 217 hatte es vor Hachmühlen und bei Springe ähnliche Probleme mit dem Austritt von Wasser aus dem Straßenbelag gegeben. Mit der Folge, dass im Winter mit großen Warntafeln auf Glatteisbildung hingewiesen wurde. Damals musste die Baufirma nachbessern.



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