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In Kita und Grundschule sind die Räume knapp – Experten prüfen die Nutzung

Wo ist noch Platz in Bisperode?

Bisperode. Wird die Grundschule in Bisperode noch zeitgemäß genutzt? Auf der Suche nach der Antwort hierauf ist derzeit ein Team von Architekten, das von der Gemeinde beauftragt wurde. 50 000 Euro an Planungsbudget stehen im Haushalt 2016 bereit – Dafür erwartet die Gemeinde ein optimales „Raumnutzungskonzept“.

veröffentlicht am 09.02.2016 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper
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Zum einen unter dem Aspekt der Sicherheit, zum anderen unter Berücksichtigung der veränderten Bedürfnisse in der Grundschule und der benachbarten Kindertagesstätte.

Zum Sicherheitskonzept gehört, dass die Architekten die Schule auf geltende Brandschutzbestimmungen prüfen. „Ziel der Gemeinde ist es dabei auch, Kosten zu sparen“, betont Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Darüber hinaus sollen sich die Experten Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll wäre, einzelne Räume umzuwidmen, weil derzeit sowohl die Kita als auch die Grundschule ihre Kapazitäten ausreißen. Zwei Zimmer der Grundschule werden aktuell schon anderweitig genutzt: Der ehemalige Kartenraum ist zum Werkraum der angrenzenden Kita geworden und auch den Musikraum nutzt die Tagesstätte als Bewegungsraum und für größere Gruppentreffen.

Anforderungen

haben sich verändert

Nach Ansicht von Schulausschussmitglied Karl-Heinz Brandt (SPD) sollte es durchaus möglich sein, in einem Schulgebäude dieser Größe, in dem aber faktisch nur sechs Klassen unterrichtet werden, freie Zimmer für die Kindertagesstätte zu finden. Brandt selbst war viele Jahre lang Leiter der KGS Salzhemmendorf.

Doch Brandts Annahme sei falsch, sagt Schulleiterin Silke Stenger und hält die veränderten Anforderungen an Schulen in der heutigen Zeit entgegen. Neben den Klassenzimmern würden Zimmer für die Ganztagsbetreuung gebraucht, für die Schulküche oder als Räume für Inklusionsangebote wie beispielsweise Sprachfördergruppen. Die einfache Rechnung sechs Klassen gleich sechs Räume gehe nicht auf: „Die Aufgaben der Grundschule sind um ein Vielfaches gewachsen“, gibt Stenger zu bedenken. Was sich die Schulleiterin von der Gemeinde im Zuge einer konzeptionellen Verbesserung wünschen würde, wäre wirksamer Schallschutz für die Klassenräume. Denn besonders wenn die Schule sich vermehrt um Inklusionskinder kümmere, könne der Geräuschpegel in den Klassenräumen ansteigen.

Auch in der benachbarten Kita merkt Leiterin Anke Schnüll die veränderten Anforderungen sehr stark. Fast alle Kita-Plätze seien belegt und in den letzten anderthalb Jahren steige die Zahl der Mittagessen in der Einrichtung stetig. „Vor zwanzig Jahren war im Kindergarten noch Viertel nach eins Schluss, und gegessen haben die Kinder zu Hause. Heute arbeiten in vielen Familien beide Eltern. In den letzten fünf Jahren haben sich die Bedürfnisse in unserer Gesellschaft und damit auch an unsere Erziehungseinrichtungen ganz stark verändert.“ Mit dem Mittagessen und der Nachmittagsbetreuung hielten auch die Mittagsschläfchen in der Betreuungseinrichtung Einzug. Auch dafür seien Räumen eben nötig, sagt Schnüll: „Im Moment behelfen wir uns wie wir können und nutzen jede Ecke, die wir haben.“ Durch das Raumnutzungskonzept an der Grundschule erhofft sich Schnüll eine räumliche Entlastung auch für ihre Kita und gern einen Schutz für die teils stark schallreflektierenden, gefliesten Bereiche.

Einfach an das bestehende Gebäude anzubauen, wäre keine Option für die Gemeinde. „Der Außenbereich ist bereits ausgereizt“, sagt Peschka und es müsse auch im Sinne der Kosten-Nutzen-Rechnung abgewogen werden. „Wir freuen uns, dass die Nachwuchszahlen in Bisperode mittelfristig stabil bleiben, aber für die Eltern wäre es auch zumutbar, ihr Kind statt in Bisperode in Coppenbrügge unterzubringen.“ Nach der Statistik der Gemeinde werden in Bisperode bis zum Jahr 2020 zwischen 119 und 97 Schüler an der Grundschule erwartet. Für die Grundschule in Coppenbrügge liegen die Zahlen zwischen aktuell 137 Schülern und 121 in fünf Jahren. Ungewisse Zuwächse durch Flüchtlingskinder sind hier nicht eingerechnet.

Wann die beauftragten Architekten ihr Konzept vor Politik und Verwaltung präsentieren können, kann Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg noch nicht sagen: „Mitte 2016 könnten die Findungsarbeiten abgeschlossen sein. Dann muss über die Umsetzung der Maßnahmen und den Zeitraum dafür die Politik entscheiden. Im aktuellen Haushalt sind noch keine weiteren Gelder dafür eingestellt.“



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