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„Erstes Schwimmbad als Passivhaus mit regenerativen Energierohstoffen“ / Landwirte interessiert

Wird an den Kastanien bald Biogas erzeugt?

Coppenbrügge (ist). Das Coppenbrügger Hallenbad ist ohnehin landesweites Modellprojekt unter Schirmherrschaft von Minister Sander – jetzt wird erwogen, das hochgelobte Konzept für die Sanierung durch einen weiteren regenerativen Energiebaustein noch zu toppen. Dazu wird allerdings nicht nah am Wasser, sondern möglichst weitab von der geschlossenen Ortslage gebaut werden.

veröffentlicht am 23.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

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Da die Entwicklung von Blockheizkraftwerk-Großanlagen auf Holzschnitzelbasis aktuell noch nicht ausgereift sei, sagt Carsten Grobe vom Architektur- und TGA-Planungsbüro Carsten Grobe Passivhaus in Hannover, werde auf Vorschlag der Stadtwerke Weserbergland der Bau einer Biogasanlage erwogen und geprüft. Die Erzeugung von Biogas im direkten Umland, dessen Lieferung auf kurzem Rohrleitungsweg und anschließendes Verbrennen direkt im Hallenbad bedeute Stromerzeugung ohne Umwege direkt vor Ort. Die Abwärme der Stromaggregate, quasi Abfallprodukt, könne direkt zur Wärmeerzeugung und Aufheizung des Schwimmbadwassers genutzt werden. Interesse an der Konzeption sei bereits von vier ansässigen Landwirten mit Grundbesitz in geeigneter Lage angemeldet worden, berichtet Helmut Feldkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke Weserbergland.

Das Projekt werde derzeit entwickelt. Mit einer endgültigen Entscheidung sei nach Ablauf von zwei bis drei Monaten zu rechnen. Als Standort der Biogasanlage, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka, sei der Bereich der Kastanien an der alten Bundesstraße 1 im Gespräch. Eine Biogasleitung Richtung Frei- und Hallenbad könne langfristig zum Krankenhaus Lindenbrunn verlängert werden, das derzeit energetisch auf Ölbasis versorgt wird. Probleme hinsichtlich des räumlichen Miteinanders von geplanten Windenergie- und Biogasanlagen, sagt Peschka, seien nicht zu erwarten. Und die Coppenbrügger Landwirte brächten mittlerweile die vierte Fruchtfolge ein. „Ein Plusenergieschwimmbad gibt es bislang noch nicht. Wir sind in der Planung des weltweit ersten Schwimmbades als Passivhaus mit regenerativen Energierohstoffen“, sagt Grobe.

Mit 675 000 Euro Landesfördermitteln ist im vergangenen Jahr die für beispielhaften Innovations- und Forschungsstandard wegweisende Planung der energetischen Sanierung von Frei- und Hallenbad honoriert worden.

Als Standort der Biogasanlage ist nach Auskunft des Bürgermeisters der Bereich der Kastanien an der alten Bundesstraße 1 im Gespräch.Foto: ist

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