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"Wir dürfen uns nicht zu Tode sparen"

Coppenbrügge (sto). Obwohl sich die Gemeinde auf einem guten Weg befunden habe, sei das Ziel, in 2010 eine schwarze Null zu schreiben, durch die allgemeine Finanzkrise verhagelt worden. Das vorläufig geschätzte Defizit im Haushalt der Gemeinde belaufe sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. „Die Wirtschaft boomt und die Kommunen leiden, da Bund und Land immer mehr Aufgaben auf die Kommunen verlagern“, so Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Vom Land und vom Bund fordere er deshalb ein größeres finanzielles Engagement ein, um die Kommunen weitestgehend zu entlasten.

veröffentlicht am 23.01.2011 um 13:02 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:21 Uhr

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Coppenbrügge (sto). Obwohl sich die Gemeinde auf einem guten Weg befunden habe, sei das Ziel, in 2010 eine schwarze Null zu schreiben, durch die allgemeine Finanzkrise verhagelt worden. Das vorläufig geschätzte Defizit im Haushalt der Gemeinde belaufe sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. „Die Wirtschaft boomt und die Kommunen leiden, da Bund und Land immer mehr Aufgaben auf die Kommunen verlagern“, so Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Vom Land und vom Bund fordere er deshalb ein größeres finanzielles Engagement ein, um die Kommunen weitestgehend zu entlasten.
 Im Haushalt 2011 der Gemeinde Coppenbrügge werde mit Einnahmen von 8,5 Millionen Euro zu rechnen sein. Dem gegenüber stehen Ausgaben von 9,6 Millionen Euro. Dreh- und Angelpunkt seien die Einnahmen. Zwar sei die Gewerbesteuer im vergangenen Jahr etwas höher ausgefallen als geplant, mit einer Entspannung sei aber dennoch nicht zu rechnen. Die Gewerbesteuerschätzung sage nach derzeitigen Berechnungen lediglich 50.000 Euro Mehreinnahmen voraus. Lagen die Gewerbesteuereinnahmen der vergangenen Jahre im Schnitt bei 900.000 Euro, so werden in diesem Jahr lediglich etwa 450.000 erwartet. Nach wie vor müsse der Gürtel enger geschnallt werden, da Sparen immer oberste Priorität haben sollte.
 „Dennoch dürfen wir uns aber nicht zu Tode sparen, was Politik und Verwaltung in den letzten Jahren erkannt haben“, betonte der Gemeindebürgermeister in seiner Rede zum Haushalt 2011 in der Sitzung des Finanzausschusses im Gasthaus Kasten in Hohnsen. Nötige Investitionen, die der Infrastruktur des gesamten Fleckens zugute kommen, seien deshalb auch im Haushaltsjahr 2011 erforderlich. Vorgesehen sind dafür rund 1,3 Millionen Euro.

Einige Baumaßnahmen waren bereits im Haushalt 2010 eingestellt. Wie beispielsweise die energetische Sanierung des Hallenbads Coppenbrügge. Sie soll ebenso wie die Beckensanierung des Freibads in diesem Jahr erfolgen. „In die Modernisierung werden 550.000 Euro investiert“, betonte Peschka. Die energetische Sanierung der Bäder stellt somit den größten Brocken der im Haushalt 2011 geplanten Investitionen dar. Die Sanierung sei nicht nur aus energetischen Gründen, sondern auch aus ökologischen Gründen erforderlich, da mit Wassereinsparungen zu rechnen sei. „Größere Energiepotenziale werden darüber hinaus im Bereich der Energiekosten liegen“, machte der Gemeindebürgermeister aufmerksam. Bereits erfolgte Sanierungen zeigen erste Wirkungen. So konnten in der Turnhalle Coppenbrügge insgesamt 66 Prozent Energiekosten eingespart werden. Für 2011 will die Gemeinde erneuerbare Energien in den Fokus ihres Handelns stellen.



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