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Windkraftgegner: Pläne gefährden schützenswerte Vogelarten

Brünnighausen (ist). „Nicht nur die Vielfalt der lokalen Vogelwelt ist enorm. Im Coppenbrügger Luftraum gibt es eine Reihe seltener, besonders schützenswerter Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan, Uhu oder auch Fledermaus.“ Rücklauf und erste Auswertung der avifaunistischen Erhebungsbögen von Coppenbrügger Bürgern bestätige bereits nach vier Monaten, was viele schon immer vermutet hätten, sagen Heiko Brede und Niklas Galonske, Sprecher der Interessengemeinschaft „Rettet den Ruhbrink“.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

ruhbrink
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Brünnighausen (ist). „Nicht nur die Vielfalt der lokalen Vogelwelt ist enorm. Im Coppenbrügger Luftraum gibt es eine Reihe seltener, besonders schützenswerter Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan, Uhu oder auch Fledermaus.“ Rücklauf und erste Auswertung der avifaunistischen Erhebungsbögen von Coppenbrügger Bürgern bestätige bereits nach vier Monaten, was viele schon immer vermutet hätten, sagen Heiko Brede und Niklas Galonske, Sprecher der Interessengemeinschaft „Rettet den Ruhbrink“.
 Im Juni des Jahres hatte die IG im ehemaligen Gasthaus Quante am Nesselberg im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema lokale Windrad-Planungen einen Aufruf an alle Coppenbrügger Einwohner gerichtet: Mithilfe eigens dafür erstellter Erhebungsbögen sollten und sollen Sichtungen seltener Vogel- und Fledermausarten aufgezeichnet und auf diese Weise deren Bedrohung durch den Bau weiterer Windkraftanlagen – über die bereits bestehende hinaus – dokumentiert werden. Mittlerweile sind bei der Interessengemeinschaft über hundert ausgefüllte Erhebungsbögen eingegangen, die zurzeit ausgewertet werden. Die IG bittet die Bürger dringend auch weiterhin um Mithilfe zur Verdichtung der Datenlage und um noch genauere Erkenntnisse über Brutstätten, Nahrungshabitate und Flugrouten der hier vorkommenden Arten zu erhalten. Ausgefüllte Erhebungsbögen sollten jetzt umgehend der Interessengemeinschaft zugeleitet werden, damit die anschließend ausgewerteten Daten möglichst schnell an die zuständigen Naturschutzbehörden weitergeleitet werden können. „Die Sichtungen gehen selbstverständlich weiter – besonderes Augenmerk gilt zurzeit den Zugvögeln!“ so Galonske. Ausgefüllte Erhebungsbögen können entweder direkt bei Heiko Brede im Forsthaus Eichhorst oder bei Niklas Galonske in Brünnighausen, Im Pump 10, abgegeben werden. Dort sind auch neue Erhebungsbögen erhältlich. Zu Kontaktaufnahme und Information steht die IG unter der E-Mail Adresse ruhbrink@ymail.com gern zur Verfügung.
 Dass der Wind um den Wind in Hightech-Mühlen vor der Coppenbrügger Haustür auch weiterhin mit emotionaler Sturmstärke weht, erfuhr Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka beim jüngsten Bürgermeistergespräch im Brünnighäuser Dorfgemeinschaftshaus. „Die Artenschutzgutachten laufen“, sagte er auf Anfrage nach dem Zwischenstand der Windenergieplanungen im Flecken. Auswertungen würden im Frühjahr erwartet, „bis dahin ist es der Verwaltung nicht möglich, Zwischenergebnisse mitzuteilen.“ Den Vorwurf von Brede an die Fleckenverwaltung, ein Gutachterbüro beauftragt zu haben, das nicht nur einerseits gleichzeitig auch für den Investor tätig sei und andererseits in der Branche als ausgesprochen Investorinteressen- statt Naturschutzinteressen-orientiert gelte, wies Peschka zurück. Der käme, nachdem er seit einem Jahr immer wieder das Gespräch mit der Forstverwaltung und den Naturschutzvereinen gesucht habe, nun nicht wenig überraschend und viel zu spät. Der öffentlich-rechtlich anerkannte Gutachter aus Lehrte habe als neutraler Partner in Absprache mit dem Landkreis und dem Städte- und Gemeindebund im Frühjahr trotz aktuellem Boom im Gutachtergeschäft mit Auftragslage bis zur „Oberkante Halskrause“ bestellt werden können – noch dazu bei kommunalfinanziell freundlichen Vertragsbedingungen.

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