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CDU und FDP wollen mehr Geld für Sanierung der Wirtschaftswege im Haushalt

Wieder auf Spur

Coppenbrügge. Es sind Wege durch Feld und Flur, doch wie bei den Gemeindestraßen rückt der schlechte Zustand dieser sogenannten Wirtschaftswege mehr und mehr in den Fokus. Sie sind teilweise ausgefahren, haben tiefe Absackungen, die Ränder sind nicht mehr befestigt, kurzum: Die Wege sind marode. Das Winterwetter macht den Zustand zurzeit nicht besser, es bilden sich Eispfützen und Matsch. Eine Straßenausbaubeitragssatzung für Wirtschaftswege zu erlassen wäre rechtlich zulässig, doch so schweres Geschütz will die Gemeinde Coppenbrügge gar nicht auffahren. Und es scheint auch nicht nötig zu sein, herrscht laut Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka Einvernehmen mit allen Beteiligten, dass etwas getan werden muss – und dass jeder auch sein Scherflein dazu beitragen soll. Die veränderten Anforderungen in der Landwirtschaft, in der immer häufiger schwere Fahrzeuge wie 40-Tonner eingesetzt werden, um beispielsweise Rüben abzutransportieren, hätten einfach ihre Spuren hinterlassen, sagt Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg. Da sei den Landwirten auch gar kein Vorwurf zu machen. Beteiligt werden müssten sie dennoch an den Kosten, die jetzt zur Wiederherstellung der Wege aufgebracht werden müssten. „Das Geld ist knapp, wir kriegen unsere Gemeindestraßen ja mal gerade so hin“, so Peschka. Beim Rangieren würde es auch schon mal zu Beschädigungen kommen. Für Reparaturen an Geländern und Schildern bringt die Gemeinde laut Krückeberg jährlich rund 3000 Euro auf. Für den grundsätzlichen Wegebau im Bereich der Feld-, Landwirtschafts- und Wirtschaftswege hat die Verwaltung den Ansatz im neuen Haushaltsentwurf bereits von 15 000 Euro auf 30 000 Euro heraufgesetzt.

veröffentlicht am 03.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Der Gruppe aus CDU und FDP ist das noch zu wenig – sie will den Ansatz auf 40 000 Euro erhöht wissen. „Eine Grundlagendatenerfassung der gemeindlichen Wirtschaftswege wurde im Jahre 2007 in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer erarbeitet, damit beinhaltend auch der Zustand der Wirtschaftswege“, begründet Gruppensprecher Thorsten Kellner (CDU) den Antrag zum Haushalt. Dieser Plan sei jetzt Grundlage für die zukünftige Unterhaltung der Wirtschaftswege und werde in einem Arbeitskreis der Verwaltung unter Beteiligung örtlicher Landwirte und der Landwirtschaftskammer erörtert. Kellner: „Um die Zukunft der Wirtschaftswege auf dem erforderlichen Standard zu halten oder zu ertüchtigen, beantragen wir eine weitere Erhöhung um 10 000 Euro auf somit 40 000 Euro.“ Verbunden sei damit allerdings die Erwartung, dass sich die Landwirte an den Kosten „adäquat beteiligen“.

Über diesen Punkt gebe es keinen Streit, meint Peschka. Es habe bereits mehrere Treffen gegeben. Die Besonderheit in Coppenbrügge: Es gibt zwar auch Realverbände, in deren Zuständigkeitsbereich üblicherweise die Wirtschaftswege fallen, vermutlich aber im Zuge der Gebietsreform sei heute im Flecken ein Großteil der Wege in Besitz der Gemeinde. Bestehende Realverbände sollen jetzt im Zuge der Bemühungen um die Wirtschaftswege wiederbelebt oder neu gegründet werden. Laut Peschka wird der nächste Schritt sein, dass ein Sachverständiger hinzugezogen wird, der etwas zur Qualität des Ausbaus sagen kann. Im Bereich Herkensen und Hohnsen soll dann mit dem Projekt begonnen werden.



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