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Marina Raymann-Sieven arbeitet als Schiedsfrau in der Gemeinde Salzhemmendorf

Wie man sich auch ohne Gerichte einigen kann

SALZHEMMENDORF.Marina Raymann-Sieven ist Schiedsfrau in der Gemeinde Salzhemmendorf. Sie setzt sich dafür ein. Konfliktparteien zusammenzubringen und eine Lösung zu finden, bevor Gerichte angerufen werden. Sich vertragen sei besser als sich verklagen, sagt sie.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 18:43 Uhr

Marina Raymann-Sieven ist in der Gemeinde Salzhemmendorf als Schiedsfrau im Einsatz. Foto: gs

Autor:

Günter Spätlich
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Das gesellschaftliche Zusammenleben ist in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger geworden. Nachbarschaftliche Streitigkeiten werden oftmals, auch in Bagatellsachen – ohne vorhergehenden Versuch einer Streitbeilegung – vor die Gerichte gebracht und dort bis in die letzte Instanz ausgetragen. Am Ende eines solchen Weges steht man meist vor einem Scherbenhaufen. Auch wenn die Rechtslage zugunsten des einen entschieden wurde, so ist doch die Menschliche Beziehung zu einem anderen Beteiligten oftmals für immer zerstört.

So kommt man zwangsläufig zu der Frage, ob Gesprächsbereitschaft und ein wenig Entgegenkommen nicht für beide Seiten besser gewesen wäre. Viele Bürger teilen deshalb die Auffassung, dass sich vertragen besser ist als sich verklagen. Der Gesetzgeber hat deshalb schon vor Jahrzehnten das sogenannte Schiedsamt eingeführt, das allerdings in weiten Bevölkerungskreisen nur wenig bekannt ist und ein Schattendasein führt.

Auch in Salzhemmendorf gibt es ein Schiedsamt – neuerdings ist es mit Marina Raymann-Sieven aus Wallensen mit einer Schiedsfrau besetzt. Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2017 suchte sie nach einer neuen Aufgabe, sich gesellschaftlich zum Wohl ihrer Mitmenschen einzusetzen. Da kam ihr der Aufruf der Gemeinde im Jahr 2018 recht, die das Amt des Schiedsmannes/-frau neu besetzen musste. Marina Raymann-Sieven bekam den Zuschlag und ist seitdem Schiedsfrau für den Flecken Salzhemmendorf und als Stellvertreterin auch im Bereich Coppenbrügge.

„Für mich ist das gemeinsame miteinander reden besonders wichtig. Als Mittler, so etwas ist die Schiedsperson, ist es aber auch wichtig, beiden Seiten zuzuhören. Dann kann man versuchen, Chancen auf einen Vergleich zu nutzen. Damit muss man beiden Parteien klar machen, dass es bei einem Schiedsverfahren keine Verlierer gibt“, meint sie. Für sie ist auch die Beratung ohne jeden juristischen Zwang wichtig. „Ich nehme mir Zeit für Sie und helfe Ihnen zu einer nachhaltigen Lösung. Sie haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.“ Der Leitspruch des Bundes Deutscher Schiedsleute ist für sie deshalb besonders wichtig.

Wenn also Bürgerinnen und Bürger des Fleckens Salzhemmeindorf in eine Auseinandersetzung verwickelt werden, deren Schlichtung zu den Aufgaben des Schiedsamtes gehören, sollten sie sich nicht scheuen und sich vertrauensvoll an Marina Raymann-Sievers als Schiedsfrau wenden. Sie wird sicherlich einen Weg wissen, wie sich eine Einigung kostengünstig ohne Gericht und Papierkrieg zur beiderseitigen Zufriedenheit erreichen lässt. Die Gespräche für diese Fälle finden im Rathaus in Salzhemmendorf statt. Für einen Termin sollte man sich direkt an Marina Raymann-Sieven unter der Rufnummer 05186/500 wenden.



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