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Naturkosmetikfirma pflanzt mit Schülern 55 Bäume in Osterwald / Unterstützt von niedersächsischen Landesforsten

Wie Logona den Wald zum Klassenzimmer macht

Oldendorf/Osterwald (sto). 55 riesige „Maulwurfshügel“, 55 bunte Schaufeln, 55 Bäumchen, 55 Grundschüler, 55 Baumpaten und eine Indian-Summer-Atmosphäre, wie sie schöner nicht sein konnte – das ist der Rahmen für eine außergewöhnliche Aktion, die dazu beitragen sollte, Kindern das Wunder Natur näherzu-bringen.

veröffentlicht am 07.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

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Und das alles in einem nicht alltäglichen Schulunterricht. Als „Klassenzimmer“ nämlich diente die mitten im Wald gelegene Wiese am „Anhalt“, auf der die Kinder und einige Lehrerinnen praktischen Unterricht erlebten, der von ihnen eine große Portion Muskelkraft forderte. Denn: Jedes Kind durfte ein Bäumchen pflanzen.

Mit der Aktion wollte die in Oldendorf ansässige Naturkosmetikfirma „Logocos“ einen Beitrag zum „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ leisten – in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Landesforsten und der Grundschule im Saaletal. „Die Schüler haben heute Gelegenheit, den Wald einmal anders zu erleben“, betonte Gerhard Kloss von Logocos. Wer selbst einen Baum pflanze und in den Folgejahren beobachte, wie das Bäumchen zum Baum werde, mache die Erfahrung, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit der Natur sei. Bäume, Schaufeln und „Arbeitsjacken“ waren von der Firma gesponsert worden.

Mit fachmännischer Unterstützung der Förster Heiko Brede und Carsten Stannehl haben die Mädchen und Jungen in die vorbereiteten „Maulwurfshügel“ Eichen- und Apfelbäume gepflanzt. Jeder Baum bekam eine Patin oder einen Paten. „Das ist unser Baum“, sagten Juliane (7) und Dana (7) stolz. Ihr „Patenkind“ haben die beiden Mädchen und auch alle anderen „Baumpflanzer“ mit Namenskärtchen versehen, damit jeder sein Bäumchen jederzeit wiederfindet, um zu kontrollieren, ob es gewachsen ist. „Ich bin schon gespannt auf die Äpfel“, betonte Dana. „Ich freue mich auch schon drauf“, sagte Juliane. Die gepflanzten Apfelbäume werden alte Apfelsorten tragen, beispielsweise Gravensteiner oder Berlepsch. Bis die Kinder die ersten Früchte ernten können, werden noch einige Jahre vergehen. Manche Schüler sind dann vermutlich aus der Grundschule im Saaletal „herausgewachsen“. Dann jedoch hat die nächste Generation Gelegenheit, einen Ausflug zur Bäumchenwiese am Anhalt zu unternehmen. „Wir können nur hoffen, dass die Oldendorfer Grundschule erhalten bleibt“, betonte Gerhard Kloss im Hinblick auf die politische Diskussion um den Erhalt des Schulstandorts. Das Motto der Aktion lautete übrigens: „Wenn wir die Welt ein bisschen schöner machen wollen, fangen wir doch bei uns selbst an.“ Die Pflanzaktion ist in Kürze auf der Website von Logocos zu sehen.



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