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Gorodki-Turnier mit Teilnehmern aus ganz Niedersachsen / Förderung durch Landessportbund

Wie ein Wurfspiel zur Integration beiträgt

Oldendorf (gök). Eigentlich sollte es ein besonderes Erlebnis für ganz Oldendorf und Benstorf werden – und der Anfang war verheißungsvoll. Die Rahmenbedingungen waren perfekt. Der Landessportbund Niedersachsen spendete unter anderem das Essen für die über 40 Gorodki-Spieler und stellte auf dem angrenzenden Sportplatz viele Attraktionen für die jüngsten Besucher auf. Der Gemeindejugendring und sogar Mitglieder der Sportvereine MTV Lauenstein und WTW Wallensen unterstützen den gastgebenden TSV Benstorf-Oldendorf bei seinem Gorodki-Turnier. Nur: Das Wetter spielte nicht mit.

veröffentlicht am 09.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Ziel des in Osteuropa populären Spiels ist es, verschiedene Figuren, die aus fünf Holzklötzchen zusammengesetzt werden, mit einem Wurfstab aus einer abgegrenzten Spielfläche heraus zu schlagen. Zum zweiten Mal wurde ein landesweites Gorodki-Turnier durch das Projekt „Integration durch Sport“ vom Landessportbund bezuschusst – und dieses Mal hatte der TSV Benstorf-Oldendorf den Zuschlag erhalten. Im vergangenen Jahr entstand auf dem Sportplatzgelände hinter dem Vereinsheim die neue Gorodki-Anlage, auf welcher seitdem regelmäßig trainiert wird. „Wir hatten uns überlegt, mit welchem Sport wir die Integration von Ausländern unterstützen können und haben die Menschen einfach gefragt, was sie in der Jugend gespielt haben. Viele Deutsche aus den früheren Sowjet-Staaten gaben an, dass sie früher das Wurfspiel Gorodki gespielt haben, und so entschieden wir uns für diese Förderung“, erläutert Hans Grote vom Landessportbund. Durch dieses Wurfspiel wird keine Generation ausgespart, denn Werfen kann man die Stöcke in jedem Alter.

Ganz begeistert von dem Spiel war der Gemeinderatsvorsitzende Werner Habenicht (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Sport und Mobilität. In Vertretung des Bürgermeisters gratulierte er dem TSV und bescheinigte dem Verein einen großen Anteil zur Integration von Ausländern in der Gemeinde. Denn durch den Gorodki-Sport finden viele Menschen verschiedener Herkunft zusammen und bilden schnell eine Einheit.

Leider spielte das Wetter aber nicht mit – das Turnier musste wegen eines Gewitters nach drei gespielten Figuren abgebrochen werden. Sehr achtbar schlugen sich bis dahin die Sportler des heimischen TSV. Denn nach der Mannschaft aus Dinklage und zwei Mannschaften aus Dörpen im Emsland landete eine Mannschaft des TSV auf einem sehr guten vierten Rang bei fünfzehn teilnehmenden Mannschaften. Durch den vorzeitigen Abbruch zeigten sich die Organisatoren des Vereins leicht enttäuscht. Ein großes Lob von Hans Grote für die Organisation des Turniers bekam der Vorstand des TSV trotzdem.

Olga Heidt aus Dörpen beim Wurf: Insgesamt 15 Mannschaften treten beim TSV Benstorf-Oldendorf an, der über eine Gorodki-Anlage verfügt.

Foto: gök

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