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UWG gründet erste Ortsgruppe in Dörpe zur Förderung des Miteinanders – und weitere sollen noch folgen

„Wenn es in der Dorfgemeinschaft nicht läuft“

Dörpe. Die Unabhängige Wählergemeinschaft im Flecken Coppenbrügge (UWG-FC) hat in Dörpe eine Ortsgruppe gegründet. Die Ortsgruppe versteht sich als Mittler, als Ansprechpartner, um die Dorfgemeinschaft zu fördern. Hier gebe es Nachholbedarf, so UWG-Vorsitzender Klaus-Dieter Dohme.

veröffentlicht am 09.12.2015 um 15:11 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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Man könne keine Mauern einreißen, wohl aber Hilfe zur Vermittlung anbieten, betont Klaus-Dieter Dohme, Vorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft im Flecken Coppenbrügge (UWG-FC). Denn: Wenn das Miteinander in einer Dorfgemeinschaft aus welchen Gründen auch immer nicht mehr funktioniere, könne vielleicht etwas Neues von außen helfen.

Bei Kaffee, Kuchen, Kerzenschein und Weihnachtsstern geht es im Dörper Feuerwehrhaus ausnahmsweise nicht um eine Adventsfeier, sondern um die Gründung der Ortsgruppe Dörpe der UWG, quasi als Hilfsorganisation fürs „bröckelnde Miteinander“ im Dorf. Schließlich sei es im Miteinander unter Nesselberg und Osterwald holprig geworden. Ehrenamtliches Engagement und Potenzial seien gleichwohl vorhanden, stellt Dohme fest: „Vor einigen Jahren haben die Vereine sogar aus eigenen Mitteln den Dorfplatz erworben und eine Zeit lang in Absprache gepflegt.“ Heute allerdings laufe im „Künstlerdorf“ viel neben-einander und nicht mehr miteinander ab. „Null Kommunikation“, stellen die Dörper UWG-Mitglieder wie Willi Gehring, Werner Claus und Susanne Müller als Insider mit dem Ohr dicht an der Nachbarschaft fest. Das will Dohme auch aus etlichen Gesprächen mit Vereinsvorsitzenden wissen. Besucher würden das spüren, weil unter anderem der Veranstaltungskalender ausdünne. Künstlerevents mit großem Besucheransturm seien gestern gewesen, Seifenkistenrennen mit La-Ola-Welle an der Piste auch. Während sich andere Dorfgemeinschaften im Flecken in gemeinschaftlichem Engagement tolle Bushaltestellen bauten und finanzierten oder ihre mit eigener Hand und eigenen Mitteln gebaute Mehrzweckhalle über Jahre zum Vorzeigeobjekt pflegten, ginge es in Dörpe bergab. „Wir pinseln die Inschrift unseres Kriegerdenkmals mit ein bisschen Farbe aus, das war’s“, sagt Gehring. „Um die Pflege des Dorfplatzes kümmert sich keiner mehr“, klagt Werner Claus, der als Ur-Dörper und Privatmann dort zum Gartengerät greift, weil er es einfach nicht mit ansehen kann. „Irgendeiner muss es doch machen.“ Weil der Platz sonst wie der einst zu Recht gefeierte Bergmannsweg zuwuchern und die Bänke an den Wegen verrotten würden wie die Grillhütte.

„Wir wollen gerne dabei helfen, die Vereine und ehrenamtlich Engagierten aus der etwas spezifizierten Dörper Situation wieder in ein Boot zu holen und gründen dazu diese erste UWG-Ortsgruppe. Wir machen als gemeinnütziger Verein das Angebot, nicht als Besserwisser, sondern als Außenstehende mit etwas Abstand die örtliche Dorfgemeinschaft zu unterstützen und zusammenzuführen, Ideen aufzunehmen und einzubringen, wenn es gewünscht wird. Und wenn es notwendig ist“, betont Dohme. Die Gründung weiterer Ortsgruppen zum Beispiel in Coppenbrügge nach dem ersten Spatenstich für die Umgehungsstraße oder in Bisperode schließt er nicht aus. Leuchtende Vorbilder ohne Bedarf an UWG-Ortsgruppen seien dagegen Brünnighausen und Herkensen mit ihren „bestens funktionierenden Dorfgemeinschaften“, so der UWG-Chef. Die UWG werde jetzt zunächst Vorschläge für die Dörper Vereine erarbeiten, sich im Frühjahr in einem Rundschreiben allen Dörpern vorstellen und zu einem Treffen einladen. Das Interesse in Vorgesprächen sei groß, freut sich Dohme. Direkte Ansprechpartner in der Dörper Nachbarschaft sind Susanne Müller und Willi Gehring.



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