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Premiere zum „Aufstand der alten Damen“ sorgt für volles Haus

Wenn eine Scheune zum Seniorenheim wird

Dörpe. „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n und dann werden tausend Märchen wahr.“ Die tiefe Stimme Zarah Leanders erfüllt die Räume des Seniorenheims „Seelenfrieden“. Die dort lebenden älteren Damen hoffen auch auf ein Wunder, denn so kann es nicht weitergehen. Die herrische Heimleiterin hat ihnen das Essen rationiert und sie aufgrund ihrer kleinen Rente zur Hausarbeit verdonnert. Nur die „gnädige Frau“ bleibt verschont von den Demütigungen. Ermutigt durch einige literarische Hefte, die sie in einem Koffer finden, entschließen sich die Damen, ein Theaterstück aufzuführen. Dieser Plan stößt bei der Heimleiterin auf Widerstand, und es kommt zum Aufstand der alten Damen. Die Hartnäckigkeit der Bewohnerinnen zahlt sich jedoch aus. Obendrein geschieht auch noch kleines Wunder – eine Überraschung, die zu einem Happy End führt. Das alles spielte sich kürzlich ab in der Dörper Kulturscheune, die von „Unser Dorf liest/spielt“ für zwei Stunden in ein Seniorenheim verwandelt worden war. Grund war die Premiere der Theateraufführung „Der Aufstand der alten Damen“. Die von Heiner Stender, dem Sprecher der Coppenbrügger Kulturinitiative, verfasste Komödie zog nicht nur Zuschauer aus dem Coppenbrügger Raum an. Auch Salzhemmendorfer und Hamelner waren gekommen. Die Scheune schien aus allen Nähten zu platzen, denn die Vorstellung war ausverkauft. Ein Trostpflaster für die, die keinen Platz mehr bekamen: im Rahmen der Coppenbrügger Lesewoche wird das Stück erneut auf die Bühne gebracht und zwar am Mittwoch, 8. Juni, um 19.30 Uhr, im Kulturzentrum Brunotte in Coppenbrügge. Die als szenische Lesung gestaltete Aufführung erweist sich zwar als humorvoll, hat aber auch gesellschaftskritische Aspekte. Das wurde besonders deutlich, als Hannelore von ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter ins Heim abgeschoben wird, weil die „liebe Familie“ das Haus für sich allein haben möchte. Vorrangig geht es aber heiter zu in dem Stück. Nicht nur die Zuschauer amüsieren sich. Auch die zehn Darsteller Barbara Stender, die die Regiefäden zieht, Barbara Wirgs, Hannelore Schwee, Britta Wytrykusch, Sigrid Tolle-Brandt, Erika Braukmüller, Edeltraud Blötz, Günther Blötz, Ulrich Krause und Heiner Stender haben viel Spaß an der Darbietung. Ihre große Spielfreude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie amüsieren sich über sich selbst und über die anderen Darsteller. „Mit einem Rollator zu fahren, ist gar nicht so einfach“, sagt Barbara Wirgs, während sie die Gehhilfe von der Bühne schiebt.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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